Kiralina ist ein Projekt aus Berlin, welches sich um Frauen im Gefängnis
kümmert.
Kiralina gibt es seit 1995. Die Gruppe gründete sich infolge des Projekttutoriums
Alternativen zum Knast an der FU Berlin.
Zu dieser Zeit gestaltete sich unsere Arbeit noch etwas einfacher, da es mit
dem Frauengefängnis in Plötzensee nur eine zentrale JVA für Frauen
in Berlin gab.
Es konnten verschiedene Veranstaltungen organisiert werden, zum Beispiel eine
Ausstellung und Konzerte. Bei einem dieser Konzerte trat eine Frauenband aus
dem Gefängnis auf. Außerdem gab es Besuche und Kontakte. 1996 wurde
die Broschüre Frauen im Knast herausgegeben. Perspektivisch
planen wir auch wieder Projekte, wie Ausstellungen, Dokumentationen oder Konzerte
durchzuführen.
Unser erstes Anliegen ist es jedoch den Kontakt zu den Frauen zu Intensivieren.
Da es seit der Gründung des Projekts einige Umbesetzungen und Neuorientierungen
in den Schwerpunkten unserer Arbeit gegeben hat, halten wir es für unerläßlich
uns mit den Frauen auszutauschen und sie über den aktuellen Stand und die
geplanten Projekte zu informieren, und zu erfahren ob diese ihren Wünschen
und Bedürfnissen gerecht werden.
Zum einen wollen wir dabei Informationen über den Alltag von Frauen im
Knast gewinnen und diese der Öffentlichkeit zugänglich machen, zum
anderen für die Gefangenen Antenne nach draußen sein um ihnen ihr
Leben im und nach dem Gefängnis ein wenig zu vereinfachen.
Als erster Schritt in diese Richtung planen wir Veranstaltungen in beiden JVAs
bei denen es neben einer Austausch- und Informationsveranstaltung in mehreren
Sprachen auch eine kulturelle Veranstaltung wie z.B. ein Konzert geben soll.
Unsere hauptsächliche kontinuierliche Arbeit besteht darin, Frauen zu
unterstützen, die keine Angehörigen haben oder deren Umfeld ihnen
nicht helfen kann/will.
Jedem/r Gefangenen stehen pro Jahr drei Päckchen zu (Weihnachten, Ostern,
Jahrespaket), die ihnen von FreundInnen oder Verwandten geschickt werden können.
Frauen, die nicht die Chance haben, auf diesem Weg Päckchen zu erhalten,
können sich an uns wenden.
Die Frauen erfahren von Kiralina bis jetzt über Aushänge und über
Mundpropaganda. Sie schicken uns dann ihre Wunschzettel. Die Frauen
wünschen sich in erster Linie ganz alltägliche Dinge wie Kaffee, Süßigkeiten,
Tabak und Kosmetika. Die Kosten für ein Päckchen betragen 60-70 Euro.
Insgesamt packen wir etwa 75 Päckchen pro Jahr, d. h. Weihnachten und Ostern
jeweils ca. 25 und pro Monat 1-3 Jahrespakete.
Bis 2001 finanzierten wir uns über diverse Projekttutorien an der FU Berlin. Die TutorInnen verzichteten auf ihr Entgelt und stellten es Kiralina zur Verfügung. Im Zuge der Kürzungen an den Hochschulen werden Projekttutorien immer seltener bewilligt. Damit ist eine regelmäßige Finanzierung des Projekts nicht mehr möglich.
Für Frauen die sich an uns wenden ist es die einzige Möglichkeit ihr Päckchen zu bekommen, da ihr Antrag sonst verfällt. Wir suchen deshalb nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten. Wir bitten Euch deshalb bei der Weiterführung des Projekts Kiralina zu helfen und uns mit Spenden zu unterstützen.
Spendenkonto:
E. Schönefeldt
Postbank Berlin
BLZ: 100 100 10
Kn.: 190 500 109
Kontakt:
e-mail: kiralina@so36.net
Briefe: Kiralina
c/o Anti-Quariat
Oranienstr.45
10969 Berlin