Lesung mit Barbara
Reimann am 17.09.2001 um 20.00Uhr , PFL, Peterstraße 3, Oldenburg
Veranstalterin:
Frauen lernen gemeinsam e. V., Violetta e.V.
Eintritt: 5-15 DM, für Frauen und Männer
Die Erinnerung darf nicht sterben...
Barbara Reimann - eine Biographie aus acht Jahrzehnten Deutschland Vorbereitung zum Hochverrat, Abhören ausländischer Sender und Wehrkraftzersetzung" - so lauteten die Anklagepunkte auf dem Haftbefehl, mit dem die Hamburger Gestapo Barbara Dollwetzel im Juni 1943 verhaftete. Ohne Prozess, mit dem Vermerk Rückkehr unerwünscht" wurde die damals 23-jährige Barara gemeinsam mit ihrer Muter nach fast einem Jahr Untersuchungshaft ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück verschleppt.
Das Buch beschreibt acht Jahrzehnte des Lebens einer Frau aus einer typischen Hamburger Arbeiterfamilie": Barbara Reimann, geb. Dollwetzel, erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in Hamburg, die sozial und politisch eng mit der KPD verknüpft waren. Sie berichtet vom alltäglichen Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft, vom Überleben und Widerstehen unter den mörderischen Bedingungen des Konzentrationslagers.
Das Buch endet nicht mit der Befreiung 1945, sondern schildert das weitere Wirken der ehemaligen Häftlinge, den Traum von einer besseren Gesellschaft und die bis heute aktive Mitarbeit Barbara Reimanns in der Lagergemeinschaft Ravensbrück.