Serie (Teil 1):
Die USA im Ausnahmezustand
Die Achse des Bösen
geklaut aus der: www.woz.ch

Lotta Suter
Nie wieder Krieg?
Immer wieder Krieg!

Am 9. September 2001 sitze ich, die ich sonst meine Tränen beherrsche so gut wie jeder Mann, im Auto vor dem lokalen Supermarkt und heule hemmungslos. Ich suche nach dem Taschentuch, das ich nie dabeihabe, während im Radio «El pueblo unido jamás será vencido!» verklingt; als Abschluss einer musikalischen Gedenksendung für den gestürzten chilenischen Präsidenten Salvador Allende. Das vereinte unbesiegbare Volk wird in einer einfachen «canción de libertad» besungen, einem linken Kampflied zum Mitmarschieren, erwartbar machohaft _ Frauen kommen bloss «junto al trabajador», als Gefährtin des Arbeiters, vor. Wer wird denn bei so was sentimental werden? Bloss: Als die chilenische Gruppe Inti-Illimani die Melodie Mitte der siebziger Jahre in ihrer italienischen Exilheimat spielte, war ich umgeben von gut gelaunten Compagni und Compagne; die Nacht in Neapel war lau, der Rotwein schwer, und eine fröhliche Volksherrschaft oder zumindest ein anständiger sozialer Fortschritt schien in Griffweite. Die USA waren endlich raus aus Vietnam, Kolonien wurden unabhängig, «dritte Wege» tauchten auf, Frauen gemeinsam machten sich stark ...

Das war für uns die Zukunft, alles andere eine zu überwindende historische Epoche. Dreissig Jahre lang, trotz Golfkrieg, Ruanda, Kosovo, Reagan und den zwei Bushs, Neuer Weltordnung und altem Patriarchat, Dekonstruktion und Postmoderne, habe ich mir offenbar etwas von diesem Geschichtsoptimismus, auch Aufklärung genannt, erhalten können. Und jetzt dieser Anfall von Rührseligkeit! Ob Demokratie und soziale Gerechtigkeit je mehr sein werden als ein fragiler Ausnahmezustand, eine leicht beschwipste Hoffnung unter freiem Sternenhimmel?

Und wo zum Teufel ist mein Einkaufszettel?


Zwei Tage später implodieren die Türme des World Trade Center, brennt das Pentagon, fallen die Trümmer einer fürs Weisse Haus bestimmten Flugzeugbombe auf einen Acker in Pennsylvania. Ich starre auf den Bildschirm, sprachlos und doch den journalistischen Auftrag im Kopf. Ich telefoniere, sofern die Verbindung funktioniert, mit Freunden und Verwandten in den USA und in Europa, die wissen wollen, ob wir alle wohlauf sind, und nein, meine älteste Tochter wird am 12. September nicht wie vorgesehen in die Schweiz fliegen. Ich nehme die jüngeren Kinder in Empfang, die mit aufgeregten Bildern und Parolen aus der Schule kommen. Ich helfe bei den Aufgaben, koche, esse, starre wieder in den Fernseher, stundenlang. In den frühen Morgenstunden setze ich mich an den Computer und versuche ein paar der TV-Bilder für die WoZ festzuhalten: die Menschen, die sich aus dem Glasturm stürzen, winzige schwarze Punkte, ihr Aufprall auf dem Boden ist nicht zu sehen, bloss zu hören, indirekt, in dem Aufschrei der fliehenden Menschen in den Strassen. Oder der Feuerwehrmann, der müde aus den Trümmern kriecht, noch nicht der Held der späteren Legenden, und murmelt, die Welt sei schlecht.

Während die WoZ-Korrespondentin diesen Eindrücken nachsinniert, diskutieren die TV-Kommentatoren bereits Strategie und Taktik der Vergeltungsschläge. Noch bevor der zweite Turm fällt, erinnert ein US-Senator an Pearl Harbor. Hiroschima, assoziiere ich reflexartig, Nagasaki, Käthe Kollwitz, «Nie wieder Krieg!». Der Senator hat andere Bilder im Kopf: Ehre, Sieg, Vaterland. Eine TV- Station holt die Pulitzerpreis-Fotografie von Joe Rosenthal aus dem Archiv, die zeigt, wie US-Soldaten 1945 auf der japanischen Insel Iwo Jima die amerikanische Flagge hissen. Bloss Stunden nach den Anschlägen ziehen Feuerwehrmänner in New York mitten im Desaster mit gleicher heroischer Geste das rotweissblaue Tuch auf. Das Bild dieser neuen Fahnenweihe wird bald T-Shirts schmücken, Kaffeetassen, Autohecks _ und die Rucksäcke der G. I.s in Afghanistan. Denn bereits wieder ist Krieg.

Zum ersten Mal bin ich mittendrin, oder jedenfalls behauptet das die amerikanische Regierung. Doch im Herzen der kriegsführenden Supermacht fordert dieser neuartige Krieg nach dem 11. September kaum Opfer, ja nicht einmal die Konfrontation mit den Opfern im Feindesland, mittlerweile mehr als doppelt so viele wie nach dem Terroranschlag in New York. Der Kampf gegen die Achse des Bösen ist eine von höherer Stelle konzipierte Wahnvorstellung und verlangt von uns, der Zivilbevölkerung, nicht viel, bloss die richtige Gesinnung: einkaufen, Fahnen schwenken, nicken. Big Brother Bush hat diesen neuen Feldzug nach Anleitung von Orwells «1984» vorbereitet: ein ewiger Krieg mit wechselnden Gegnern _ inklusive Wahrheitsministerium, das erst Office of Strategic Influence hiess und nun in Office of Global Communications umbenannt wurde; inklusive Gedankenpolizei, eines Spezialgebietes des Justizministers John Ashcroft, und natürlich der omnipräsenten Bürger-Spione (Operation TIPS), die alles und alle im Auge behalten. Essensmärkli und ausgefahrene Panzersperren, so habe ich mir den Krieg als kleines Schweizer Mädchen vorgestellt. Und merke jetzt, dass ich mit Mehl, Butter und Eiern nicht schmürzeln muss, dafür werden die demokratischen Güter gehörig rationiert. Die Panzersperren sind durch penible Sicherheitskontrollen am Flughafen ersetzt worden. Der Krieg ist erwachsen geworden und bleibt zugleich infantil.

«Was würden Sie tun, wenn sich ein Mann mit Turban im Flugzeug neben Sie setzt?», fragen Schulkollegen meiner sechzehnjährigen Tochter ihren Lehrer nach dem Terroranschlag. «Ich würde ihm den Turban abnehmen und ihn an dem Tuch aufhängen», antwortet der Pädagoge, der stolz darauf ist, dass ihm sein Vater, der aus Nazi-Deutschland geflohen ist, alles Deutsche mit dem Rohrstock weggeprügelt hat, und der nun seinen SchülerInnen alles Unamerikanische _ fremdländische Akzente, nestbeschmutzende Bush-Kritik, verweichlichten Pazifismus _ mit Spott und Hohn austreiben will.

Eines blauen Septembermorgens laufe ich der Kriegshysterie davon und klettere auf einen jener Feuerwachttürme, von denen man in New England vermutlich seit hunderten von Jahren ins Land hinausschauen kann, ins Grüne, ins Weite, bis ans Meer. Beim Abstieg sehe ich Heuballen, in patriotische Plastiksternenbanner verpackt. Und etwas weiter unten, zwischen Bäumen, deren rötlicher Schimmer schon die Leuchtkraft des Indian Summer birgt, ein handgemaltes Plakat «Bin Laden, wir kommen und gehen dir an die Eier». Im grusligen Geisterhaus, das die Nachbarsjugend jedes Jahr zu Halloween (Allerheiligen) in einer Scheune aufbaut, baumelt als Höhepunkt der Horrorshow diesmal nicht ein namenloses Skelett, sondern Bin Laden persönlich an der Decke und streift dich mit kalten feuchten Fingern. Im Vorfeld von Halloween hatte das Intellektuellenmagazin «The New Yorker» darüber gewitzelt, dass sich in diesem Jahr wohl alle kleinen Buben als Feuerwehrmann und Polizist statt als Cowboy oder Superman verkleiden werden; in der Provinz ist diese Mythologisierung des Unglücks gang und gäbe. Als mein Jüngster dann wie voriges Jahr ein Zauberer sein will, bin ich so gerührt, dass ich ihm ein richtiges Gewand aus Samt und Seide nähe, um seine Zauberkräfte zu stärken und seine Fantasie.

Auf dem Boston Common, im Hyde Park Corner dieser Stadt, hatte ich im Sommer einen würdevollen älteren Schwarzen gesehen. Er hatte eine schöne schwarz-weiss- goldene Robe an, eine Nickelbrille und sprach mit fester Stimme und ruhigen Gesten. Natürlich hörte niemand zu. Die Bänke in seiner Nähe sind in der warmen Jahreszeit von Alkoholikern besetzt, auf dem Rasen tummeln sich Eltern mit kleinen Kindern und Geschäftsleute mit Mobiltelefonen. Doch der Mann liess sich nicht beirren und hatte eigentlich auch Recht: «It is a time for peace», sagte er, «Es ist eine Zeit für Frieden.» Im Spätherbst komme ich mir oft so randständig vor wie der Bostoner Friedensapostel, habe aber nicht seine Gelassenheit und Heiterkeit angesichts des real existierenden Unsinns: Solange fremde Bösewichte wie Bin Laden und Saddam Hussein auf der Fahndungsliste stehen, sind die mit Anthrax infizierten Postangestellten Nationalhelden wie die Terroropfer von New York; als sich herausstellt, dass die Verseuchung wohl hausgemacht ist, erscheinen sie bloss noch in der Arbeitsunfallstatistik und kämpfen, so sie überleben, um angemessene medizinische Versorgung und Lohnausfallentschädigung. Oder: Tausende von AmerikanerInnen im ganzen Land wollen die verlassenen Waisen des World Trade Center adoptieren, die es so nicht gibt; währenddessen warten allein in den Sozialämtern New Yorks tausende von Kindern vergeblich auf Familien und Pflegeplätze.

In alternativen Medien und online lese ich von ersten Friedensdemonstrationen in den grossen Städten, deren TeilnehmerInnen aber vorläufig unter sich bleiben. Einmal nehme ich selber an einer lokalen Friedensdemonstration teil, die von einer hiesigen Schülerin im Alleingang organisiert worden ist. Ausser der Schülerin und mir ist bloss noch ein älterer Herr da, ein ehemaliger Pentagon- Angestellter, liebenswürdig und ein wenig fanatisch wie die meisten Konvertiten. Nach einer Weile taumelt noch ein junger Mann in Camouflage-Uniform herbei. Freund oder Feind? Er ist so besoffen, dass er nur noch weiss, dass es hier um Krieg und Frieden geht, aber nicht mehr, auf welcher Seite wir stehen oder er selbst.

Unter der propagandistischen Dauerberieselung der Regierung Bush spriesst die Fahnenpracht. Auf teuren Benzin fressenden Autos ebenso wie auf alten rostigen Karren. Fahnen aus Karton an Abbruchhäusern, neu gekaufte Riesendinger an den Luxusresidenzen. Rotweissblaue Pins für 99 Cents im Supermarkt oder die Diamantausgabe für ein paar tausend Dollars bei Ihrem Juwelier. Gegen den Winter hin fühle ich mich so bedrängt, dass ich eine Gegenfahne nähe und aushänge: rotweiss gestreift auch sie, aber die Sterne sind wie Kontinente auf eine Weltkugel gesetzt, und darüber steht in grossen Lettern «IMAGINE», im Sinne des John-Lennon- Songs, der am Radio nicht mehr gespielt werden darf. Hätte ich mich auf den Krieg der Symbole überhaupt einlassen sollen? Immerhin verlangsamen ein paar Autos ihre Fahrt; von Nachbarn und Besucherinnen werde ich auf die hilflose Aktion hingegen nicht angesprochen. Und bin eigentlich froh darum. Ich bin menschenscheu geworden, feige, und fürchte bei jedem sozialen Anlass, dass jemand auf das Thema «Amerika im Krieg» zu sprechen kommt und dass dann die noch dünnen Beziehungsfäden reissen. Wenn im öffentlichen Raum _ in den grossen Medien, im Parlament _ politische Abweichung unstatthaft ist, bedeutet auch im Privaten jeder Dissens einen Verrat: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Statt demokratische Diskussion und Konsensfindung fordert meine neue Heimat, das Homeland, blinden Gehorsam, ja mehr noch: bedingungslose Liebe.

Meine Welt wird eng. Mein Denken ist vom Krieg besetzt. Ich konsumiere tausende von Artikeln über die militärischen Erfolge in Afghanistan, die tollen Gesetze von Ashcroft und die bösen Feinde von Bush, Rumsfeld und Co. Und mit jeder Zeile werden ich und meinesgleichen mehr an die Wand gedrückt. Abseits vom Mainstream lese ich auch hunderte von alternativen Artikeln über die Bombardierung der Zivilbevölkerung in Afghanistan, die rechtlosen Kriegsgefangenen in Guantánamo Bay und die namenlos in US-Gefängnissen festgehaltenen Immigranten, die Ölinteressen der USA ... Es sind oft brillante Analysen der imperialen Aussen- und Innenpolitik der USA und natürlich der desolaten Informationslage: Die Machtkonzentration der wenigen Medienkonzerne stellt jedes Staatsmonopol in den Schatten. Einige der Alternativnews kann ich in meinen WoZ-Texten verwenden, aber im Grunde entfremden mich diese aufklärenden Essays meiner unmittelbaren Umgebung noch mehr. Denn wer, ausser ein paar Eingeweihten und BerufsleserInnen, weiss schon von diesen Dingen oder will davon etwas wissen?

Mein Mann erinnert mich daran, dass auch der Krieg gegen Vietnam so begann: mit weitgehendster Akzeptanz des von oben verhängten Ausnahmezustandes. Das stimmt. Und war nicht 1971 bei meinem ersten Besuch in den USA der Protest gegen den Krieg in vollem Gange, die Dienstverweigerungsbewegung auf dem Höhepunkt? Doch zu welchem Preis. Vor ein paar Tagen erst hat mir die Frau eines freundlichen fahnentreuen Nachbars erzählt, wie sie sich nach der Erschiessung von protestierenden Studenten an der Kent State University (4. Mai 1970) für die Rechte der Vietnamkriegsgegner eingesetzt hat. Ob ich wisse, dass die Todesschützen ebenso jung wie die Opfer gewesen seien und dass sie glaubten, sie feuerten mit Gummigeschossen? Über den neuen Krieg haben wir nicht geredet, diesmal jedenfalls noch nicht.

Comiczeichner und Karikaturisten waren die Ersten, die den subversiven Humor wiederentdeckten, der nach dem 11. September totgesagt worden war und der doch bisher noch alle Machthaber und sogar «tausendjährige» Reiche überlebt hat. «Angesichts der tragischen Ereignisse vom 11. September ...», sagt die Ehefrau im Bett spitz zu ihrem Gatten, der Sex verlangt. Oder der eine Börsenberater im Nadelstreifenanzug meint zum anderen: «Wie stehen denn die militärischen Optionen?» Allmählich fängt auch das gewöhnliche Volk in den USA wieder an zu lachen: über die erfolglose Bin-Laden-Jagd des Militärs, über die rituellen Terrorwarnungen der Regierung, über die Skandale von Enron und Konsorten, über die Prüderie von John Ashcroft und die Dummheit von George W. Bush. Die Art und Stossrichtung dieser Witze erinnert mich sehr an die ehemalige Sowjetunion oder die DDR; auch da registrierten offizielle Quellen eine beinahe hundertprozentige Zustimmung zur Politik der Regierung, während auf der Strasse doch der eine oder andere bissige Spruch zu hören war. Immerhin. Aber ist das alles, was an politischer Opposition möglich ist? Anfang August haben Bürgerrechtsorganisationen einen Teilsieg vor Gericht errungen: Die US-Regierung muss die Namen der nach dem 11. September inhaftierten Immigranten herausgeben, doch hat sie gegen das Urteil erfolgreich Berufung eingelegt. In derselben Woche hat ein anderes Gericht entschieden, dass die Behandlung der Guantánamo-Gefangenen rechtens sei; die Bucht sei von Kuba bloss gepachtet worden und deshalb nicht US- amerikanischer Boden, wo US-amerikanisches Recht Gültigkeit hat. Was bedeutet das für eine Demokratie, wenn es _ wie schon bei der Wahl von Präsident Bush _ zunehmend die Justiz ist, welche die Politik festlegt?

Der Ausnahmezustand der USA, der durch die Terroranschläge am 11. September 2001 ausgelöst worden ist, verliert mit jedem Tag etwas von seiner Erregung und Dringlichkeit und geht auf in einer neuen Normalität. Bereits im Winter ist die ultimative Boulevardschlagzeile verbraucht worden: «US-Marine deckt auf: Bin Laden hat Prinzessin Di umgebracht.» Und längst wird die spektakuläre Implosion der World-Trade- Center-Türme auf der Titelseite vom Drama der eingeschlossenen Bergleute, dem Schicksal entführter kleiner Mädchen und den Machenschaften der pädophilen katholischen Priester abgelöst. Mein Nachbar, Besitzer eines lokalen Grain Store _ alles für den landwirtschaftlichen und handwerklichen Bedarf _ spricht nicht mehr von Afghanistan, sondern von seinem schlecht gehenden Geschäft, denn gleich zwei Do- it-yourself-Ketten haben in der Nähe eine Filiale hingestellt. Ein anderer Bekannter hofft auf sein neues Krebsmedikament. Oder wir diskutieren über den Bären, der neulich im Ort gesichtet worden ist. Die Terrorängste haben sich abgenutzt und machen Platz für die Alltagsangst um den Job, um die Gesundheit, um die Liebe. Alles Dinge, die das Homeland Security Department, das Ministerium für innere Sicherheit, dessen Machtoffensive kurz vor der Sommerpause des US-Parlaments etwas gebremst wurde, nicht garantieren kann.

Die Regierung Bush wird sich einiges einfallen lassen müssen, um den «survival mode», der sie von der Politik des Alltags und insbesondere der Ökonomie entlastet, zu verlängern. Denn die Ausnahme ist ein flüchtiger Zustand, der nur durch immer neue sensationelle Reize stabilisiert werden kann. Vorerst ist das die erneute hemmungslose emotionale Ausbeutung der Terroropfer anlässlich der Gedenkfeiern am 11. September. Dann wahrscheinlich der Kampf gegen Superbösewicht Saddam Hussein, für den die militärischen Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen. Die Ideologen im Weissen Haus gehen davon aus, dass die US-BürgerInnen den Ausnahmezustand seit der Zeit der ersten Siedler als Lebensform verinnerlicht haben. Sozialwissenschaftler und Historikerinnen in den USA bezeichnen das als «eternal frontier». Immer wieder kommt eine neue Front in Sicht, die es zu erobern und zu verteidigen gilt. Die Gesellschaft ist dauernd auf Grenzgang.