Wenn sie von Frieden reden,
meinen sie Krieg!

Wir verurteilen die Anschläge auf das World Trade Centre und auf das Pentagon auf das Schärfste.

Wir verurteilen sie aber nicht mehr als die Politik der USA.

Gemeinsam mit den westlichen NATO-Staaten haben sie die Terror-Attentate von New York als „Angriff gegen die zivilisierte Welt" bezeichnet. Diese sogenannte „zivilisierte Welt" ist gebaut auf der Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen im sogenannten „Trikont".

Wo sind sie, die Solidaritätsbekundungen für die Millionen Verhungerter, Gefolterter und Entrechteter?

Wo war sie denn, die „zivilisierte Welt" bei den Bombardements auf Jugoslawien?

Wer hat den Krieg gegen Vietnam geführt, das Pinochet-Regime in Chile und das Apartheid-Regime in Südafrika unterstützt, die Verwirklichung der UNO-Resolution im Nahen Osten hintertrieben?

Musste nicht gerade der CIA längst öffentlich seine Putschpläne, die er zur Beseitigung von PolitikerInnen und Regierungen in vielen Ländern ausarbeitete, oder etwa die Ausbildung von Osma bin Laden eingestehen?

Bereits kürzeste Zeit nach den Anschlägen wurde in die Köpfe der Menschen das rassistische Feindbild der „Babaren, Schurkenstaaten und Unterstützer islamischer Fundamentalisten" hineingetrichtert. Ganz Afghanistan wird zum„Terroristenland" erklärt, das besser heute als Morgen vollständig weggebomt werden sollte; gleiches gilt für Staaten, die sich nicht im vorauseilenden Gehorsam von den ausgemachten Tätern distanzieren.

Und wieder wird es Tausende von toten ZivilistInnen geben.

Wir verurteilen auf das Schärfste den Versuch der US-Regierung im Einklang mit den Regierungen der NATO-Staaten die Anschläge zu benutzen, um eine militärische und mediale Mobilisierung ungeahnten Ausmaßes in Gang zu setzen, die nur wieder dazu dient, eigene Machtinteressen durchzusetzen und die globale Neustrukturierung weiter voranzutreiben.

Der Spielraum der Herrschenden soll nach Innen vergrößert und nach Außen gefestigt werden, durch z.B. Verschärfung des Zuwanderungsgestzes, Ausweitung der Überwachungskompetenzen, zusätzliche Ausgaben und Befugnisse für Bundeswehr, Polizei und Geheimdienste.

„Die Grenzen zwischen polizeilichen und militärischen Maßnahmen werden sich verändern." So die Vision von Bundesinnenminister Otto Schily.

Außerdem gilt es zu bedenken, dass Afghanistan über bedeutende Kupfervorkommen verfügt und schon lange eine strategisch wichtige Bedeutung für den Öltransport bekommen hat.

Wir werden der Vision einer Welt ohne Opposition und ohne Widerstand nicht folgen.

Wir werden uns nicht einordnen in eine „Zivilisation", deren Grundlage Völkermord, tagtägliches Ausbeuten und Aushungern ist.

Dieses haben wir schon als Teil der weltweiten Bewegungen gegen die Politik der G8-Staaten, wie sie sich von Seattle bis Genua entwickelt haben, gezeigt und wir werden auch jetzt gegen den NATO-Krieg aufstehen und uns widersetzen, damit sie nicht durchkommen.

No pasaran!

Nein zu jedem US/NATO-Kampfeinsatz!
Keine Repressionsmaßnahmen! Rassismus bekämpfen!
Solidarität, Liebe und Kraft allen Unterdrückten!
Hoch die internationale Solidarität!

Demonstration 2. Oktober 17.00 Uhr
Rathausmarkt Oldenburg

Am Tag der ersten NATO-Angriffe Spontandemo 18 h Rathausmarkt