In der Nacht des 30. Oktober wurde erneut ein Castor-Transport in eine Wiederaufarbeitungsanlage von AtomkraftgegnerInnen bei Bremen gestoppt. Der Transport von zwei Behältern mit hochradioaktivem Atommüll sollte vom Atomkraftwerk Esenshamm in das Englische Sellafield gebracht werden. Trotz eines massiven Polizeiaufgebotes gelang es 34 AtomkraftgegnerInnen aus Bremen und Umgebung erneut überraschend die Gleise direkt vor dem Transport zu besetzen. Um 4 Uhr morgens musste der Zug bei Maibusch wenige Kilometer von Hude entfernt eine Pause einlegen. Ca. 15 Minuten stand der Zug vor der Blockade, bevor die mit mit schwerem Gerät und zwei Hubschraubern angerückte Polizei die AtomkraftgegnerInnen von den Gleisen gezerrt hatte. Anschließend setzte der Zug seine Fahrt langsam über Hude und Oldenburg fort. Die Teilnehmenden und Unterstützenden der Blockade waren äußerst erfreut über die gelungene Aktion. In diesem Jahr waren noch 50 weiter Transporte von hochradioaktivem Müll in die Wiederaufarbeitungsanlagen geplant. Wie das bewerktstelligt werden soll angesichts des bevorstehenden Castor-Transportes nach Gorleben und der vielen Euro-Transporte ist noch offen. Wir sind zumindest fest entschlossen auch zukünftig Atomtransporte zu blockieren.
Castor-Gruppe-Bremen