"Wahrheit - Lüge - Wirklichkeiten" - unter diesem Motto finden vom 20.- 24. März 2002 die 9. Oldenburger Filmtage statt. Die fünf beteiligten freien Film- und Kinoinitiativen (Medienbüro, Filmriß, RollenWechsel, Gegenlicht, Mobiles Kino) haben sich als zentralen Veranstaltungsort das städtische Kulturzentrum PFL gewählt.
Das komplette Programm mit allen Details gibt es demnext in gedruckter Form und, ständig auf dem neuesten Stand, auf der Filmtage-Homepage (www.oldenburger-filmtage.de).
Ein spannender Schwerpunkt der 9. Oldenburger Filmtage ist das Porträt der Regisseurin Assa El-Hassan, die als die bedeutendste Filmemacherinn des neuen palästinensischen Films gilt. Thema ihrer Filme sind die Begriffe Heimat und Nation, einerseits aus ihrer persönlichen Sichtweise, andererseits aus der Sicht der nationalen und internationalen Berichterstattung.
Zusammen mit ihrer Kuratorin Irit Neidhardt, die auch israelische Regisseurinnen betreut, wird sie außerdem ein Seminar über Palästinensisches Kino anbieten. Eine Veranstaltung dieser Art hat bisher in Deutschland noch nicht stattgefunden und ist insbesondere im Zusammenhang mit der derzeitigen politischen Situation aktuell und spannend.
Veranstaltungsort: Kulturzentrum PFL, Peterstr. 3, Oldenburg
VeranstalterIn: RollenWechsel (im Rahmen der Filmtage)
Unsere Filme mit lesbischwulem Inhalt:
Like it is, Spielfilm (GB 1997, 35mm, 93 min, OmU)
SA 23.03.02, 18.00Uhr
Der junge Craig hält sich mittels illegaler Boxkämpfe durch. Eines Tages begegnet ewr Matt und verbringt eine Nacht mit ihm. Nichts ist wie es wahr, er geht zu Matt nach London und gerät in die Pop- und Schwulenszene. Die Beziehung zwischen Matt und Craig wird auf eine harte Probe gestellt. Sie müssen sich entscheiden, wie es weiter gehen soll.
Lost and delirious, Spielfilm (Kanada 2000, 35mm, 100 min, OmU)
DO 21.03.02, 20.00 Uhr
Zwei Mädchen verlieben sich in einem Internat ineinander. Sie werden erwischt und bekommen arge Probleme. Tory hält dem Druck nicht stand und distanziert sich von ihrer Freundin Paulie.
Als Tory sich mit einem Jungen einläßt, um zu beweisen, dass sie normal" ist, fordert Paulie den Jungen zum Duell heraus...
Trembling before G-d, Dokumentarfilm (USA/Israel, GB 2000, 35mm, 84 min, OmeU)
DO, 21.03.02, 22.30 Uhr
Dieser preisgekrönte und vielbeachtete Dokumentarfilm entführt uns in die Welt lesbischer und schwuler orthodoxer Juden. Mit versteckter Kamera hat der Regisseur in verschiedenen Gemeinden gefilmt und dabei Portraits sehr unterschiedlicher Einzelpersonen aufgenommen, die zusammen ein Bild von der schwierigen Lebenssituation dieser Männer und Frauen ergeben.
Auch die ersten Emanzipationsbewegungen orthodox jüdischer Schwuler und Lesben kommen zur Sprache.
Ausgezeichnet auf der Berlinale 2001 mit dem lesbischwulen Teddy-Award als beste Dokumentation.
Weiterhin präsentiert das Medienbüro zwei Filme im lesbischwulen bzw. Frauenkontext:
Venus Boyz, Dokumentarfilm (CH 2001, 104 min, Regie: Gabriel Baur)
MI, 20.03.02, 22.30 Uhr
Der Film handelt von Drag Kings und läuft aktuell auf der Berlinale 2002.
Roos en Rana, Spielfilm (NL 2001, 97 min, Regie: Meral Uslu)
FR, 22.03.02, 20.00 Uhr
Roos und Rana sind 16 Jahre alt, beste Freundinnen und haben tierischen Streß mit ihren Eltern. Als es zum Eklat kommt hauen sie zusammen ab. Sie wollen zu Ranas Tante nach Izmir. Das heißt erst mal drei Tage Zugfahrt mit Hunger im Bauch, fahnender Verwandtschaft im Rücken und gröhlenden Mitreisenden. Zeit genug, sich zu streiten und zu versöhnen und gute und schlechte Erfahrungen zu machen. Die Regisseurin ist selbst mit 15 von zu Hause abgehauen und verarbeitet ihre Erlebnisse zu diesem unterhaltsamen und spannenden Rail-Movie über eine ungewöhnliche Mädchenfreundschaft.