Antifa Aktuell

Ludwigshafen/Hamburg - Demos gegen Naziaufmärsche
Rund 1000 Menschen haben am 16.2. in Ludwigshafen gegen die NPD demonstriert. Auslöser der Kundgebung, zu der der autonome Antifa, Deutsche Gewerkschaftsbund, die Kirchen und Parteien aufgerufen hatten, war ein Aufmarsch von 100 NPD`lern am Nachmittag in der pfälzischen Stadt. Die Polizei kesselte 74 Antifas eine Stunde lang ein, die der NPD-Demonstration gefolgt waren. 14 Personen wurden vorübergehend festgenommen, zwölf Autonome und zwei Nazis. Ein 20-jähriger Neonazi habe einen Elektroschocker dabei gehabt, ein zweiter sei mit zwei Schreckschusswaffen angetroffen und festgenommen worden. Mehreren NPD-Mitgliedern seien zudem Fahnenstangen abgenommen worden, da die Sicherheitskräfte befürchteten, dass sie als Waffen hätten verwendet werden können. In Hamburg beteiligten sich rund 700 Menschen an einer Gegendemonstration zu einem Aufmarsch von rund 300 Nazis. Rund 2000 waren eingesetzt, um die Nazis zu schützen.

Bremen - DVU-Bus blockiert
Unter dem Motto: „Alle reden von Zivilcourage - wir packen's an" haben am 18.02. rund 30 Antifas die Abfahrt eines von der DVU gecharterten Busses am Bremer Hauptbahnhof blockiert. Der aus Cuxhaven kommende Reisebus fuhr ebenso wie ein zweiter, lausig mit Altnazis besetzter Bus, mit Route über Oldenburg, zu einer norddeutschen DVU-Veranstaltung, bei der Gerhard Frey als Hauptredner sprach. Die Blockade ging nach rund einer halben Stunde wegen der Übermacht der Bullen zu Ende.

BVG-Karlsruhe - NPD-Verbot beantragt
Die Bundesregierung hat am 30.01.01 beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe das Verbot der NPD beantragt.
Ob und wann Karlsruhe die Verhandlung ansetzt, wird erst in einigen Monaten entschieden.

Uelzen/ Lüneburg - Beugehaft gegen Antifa?
Am 30. Juni 2000 trafen sich etwa 15 Antifas in Rosche, einem Ort im Landkreis Uelzen, der zu dieser Zeit wegen vermehrter rassistischer Übergriffe von sich Reden machte. Einige Neonazis lauerten den AntifaschistInnen mit zwei PKWs auf. Einer versucte den Antifa Olaf zu überfahren. Er konnte sich nur knapp vor dem Auto retten. Olaf erstattete Anzeige. Die Jugendrichterin forderte ihn im Prozeß auf, neben einer Darstellung der Geschehnisse auch die Namen von ZeugInnen, sprich die Identität der anderen Antifas zu Protokoll zu geben. Das lehnte er ab, um die Namen seiner GenossInnen nicht an die Bullen und die angeklagten Nazis preiszugeben. Ein Ordnungsgeld in Höhe von 200 DM wurde verhängt, deren Verhängung mit einer erneuten Forderung nach Preisgabe der Namen gekoppelt war.Die Richterin unterstrich ihre Entschlossenheit mit der Androhung von Beugehaft. Nach einem dritten vergeblichen Versuch entließ das Gerichts Olaf unter der Ankündigung, daß eine weitere Befragung folgen werde. Sollte Olaf auch bei dieser Vernehmung keine Namen nennen wird Beugehaft verhängt, das hat sowohl das Gericht als auch die Staatsanwaltschaft bereits angekündigt! Er braucht unsere Solidarität. Gegen die Kriminalisierung des antifaschistischen Widerstands! Kontakt und Infos über: Antifaschistische Aktion Lüneburg/ Uelzen, Postfach 1217, 29544 Bad Bevensen und Rote Hilfe Leipzig, c/o VL, Postfach 54, 04277 Leipzig, e-mail: leipzig@rote-hilfe.de

Antifa aktuell - Das war`s jetzt erstmal...
Das Projekt Antifa aktuell in der Alhambra-Zeitung existiert jetzt schon seit über 4 Jahren. Jetzt ist die Luft raus. Wir stellen das Projekt jetzt erstmal ein, mal schauen, vielleicht gibt es in Zukunft eine neue Info-Rubrik. Damit ihr jetzt aber nicht total uninformiert durch die Gegend wandert, gibts super Internet-Tip`s:

http://www.dir-info.de/nachrichten - Zeitungs-Artikel Archiv

http://www.infolinks.de - linke (Antifa-) Zeitungen

http://www.nadir.org - linksradikale Infoseite

http://www.antifa-aurich.de.vu - regionale Meldungen u. Termine

und natürlich http://www.alhambra.de