Akku - Aktuell


Akku - Aktuell ist ein Projekt des ak „konkrete unterstützung".
Hier findet ihr regelmäßig die Dinge die uns so beschäftigen: die gesetzlich festgeschriebene rassistische Behandlung von Flüchtlingen in so ziehmlich allen Lebenbereichen, der Rassismus auf der Straße und in den Medien, der Widerstand dagegen.
Kontakt: akku, c/o Alhambra, Hermannstr.83, 26135 Oldenburg, Fax: 0441/2488660, Tel: 0441/14402
Infos und Beratung: jeden dienstag von 15 - 17 Uhr im Info - Cafe (oder Alhambra Kneipe)
Spenden: Antifa-Plenums-Konto, Stichwort "AKKU" LzO, KNR.:000 195 198 BLZ.:280 50 100


Ramadia-Konzert in Uni gerazzt

Am 2. Februar fand nach einem Konzert der Trommelgruppe „Ramadia" eine gezielte Razzia in der Universität Oldenburg statt. Nach Ende des Konzerts stürmten 5 Zivi-Bullen in die Umkleidekabine und verlangten die Ausweise bzw. Aufenthaltsgenehmigungen. Auf Aufforderung wies sich nur einer der Staatsschergen aus. Einer der Trommler hatte seinen Ausweis vergessen und durfte sich nicht mal mehr zuende umziehen. Stattdessen wurde er in langer Unterhose von den Bullen nach Hause gefahren, um seine Papiere zu holen. Ein anderer wurde festgenommen. Dieser hat inzwischen einen Asylantrag gestellt und ist wieder freigelassen worden (sofern frei die richtige Bezeichnung für eine ZASt ist...).

Rühmt die Uni sich noch im letzten Uni-Info mit der hohen Anzahl ausländischer Studierender und war es lange Zeit so, daß die Uni-Leitung im Rahmen ihres Hausrechtes ein Zutrittsverbot für Bullen erlassen hatte, so daß diese das Universitätsgelände nur mit ausdrücklicher Genehmigung betreten durften, so haben sich die Zeiten wohl auch an der Carl-von-Ossietzky-Uni endgülig geändert. Sicher ist, daß Kanzler und Vize-Präsidentin etwa eine Stunde vor Konzertbeginn über den geplanten Einsatz informiert wurden und weder versuchten das zu verhindern, noch die betroffenen Leute zu warnen. Bisher gab es dazu kein öffentliches Verhalten, weder durch Präsidiumsangehörige, noch durch andere Lehrende.

Rassistische Sonderbehandlung bei der Ausländerbehörde Oldenburg

Wie uns im letzten Monat mehrfach berichtet wurde, schikanieren die MitarbeiteInnen weiterhin gezielt Menschen, die in einer binationalen Ehe leben. Wenn der/die nicht-deutsche EheparterIn eine Verlängerung des Bleiberechts beantragt, muß ein Papier unterschrieben werden, in dem die „eheliche Lebensgemeinschaft" als „weiterhin bestehend" bestätigt wird. Das ist ein unzulässsiger Eingriff ins Privatleben, wird aber von den MitarbeiterInnen als obligatorisch dargestellt. Dabei kommt es immer wieder zu unverschämten, oft schon als Drohung formulierten Nachfragen wie:"So, und Sie sind sich auch wirklich ganz sicher, daß Sie wirklich noch zusammenleben?"
Wenn Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, dann meldet euch doch mal bei uns!

Brandanschlag in Thüringen

In der Nacht zum Freutag, den 16.2. kam es in Zelle-Mehlis zu einem Brandanschlag auf ein AsylbewerberInnenheim. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr warfen bisher unbekannte TäterInnen einen brennenden Gegenstand durchs Fenster eines leerstehenden Raumes neben der hausinternen Lebensmittelverkaufsstelle. Eine Ausweitung des Brandes wurde vom Wachschutz verhindert, Verletzt wurde niemand. Laut Bullen sind die TäterInnen nicht bekannt.

BürgerInnen beobachten BGS - Artikel gefunden und geklaut bei nadir

Zivilcourage ist nicht nur gegen die Straßenfaschisten, sondern auch gegen die Menschenjäger vom BGS gefragt. Deshalb haben couragierte Aachener BürgerInnen die „Aktion BBB" - Bürger beobachten den BGS - gestartet, um gegen den alltäglichen Rassismus am Aachener Hauptbahnhof, der zentralen Einsatzstelle des BGS, vorzugehen. In den nächsten Monaten werden wir regelmäßig und unangemeldet das Treiben des BGS beobachten und versuchen, Flüchtlinge zu schützen. Bitte unterstützen Sie die Aktion BBB. Berichten Sie uns, dem Flüchtlingsplenum Aachen, per e-mail über Fälle des alltäglichen Rassismus, die Sie selbst in Zügen oder an Grenzübergängen zu Belgien oder den Niederlanden erlebt haben.

Mit diesem Aufruf wendet sich das Aachener Flüchtlingsplenum in diesen Tagen erstmals an die Bevölkerung, insbesondere an Bahnreisende im Raum Aachen. Der allgemeine Hintergrund - die täglichen Menschenjagden des BGS nach Kriterien einer „selektiven, rassistischen, schikanösen und diskriminierenden Schleifahndung" (Ausländerbeirat der Stadt München), dürfte hinlänglich bekannt sein. Konkret hingewiesen wird auf Bürgertelefone, die der BGS zur Denunziation „verdächtiger Personen" eingerichtet hat. Hierzu soll die Aktion des BBB ein Gegengewicht bilden. Die Resonanz auf den ersten öffentlichen Auftritt des BBB im Aaachener Hauptbahnhof war durchweg sehr gut.