Nieder
mit der Residenzpflicht
- Schluss mit den rassistischen
Gesetzen"
| Dies war der Text zweier je 10 Meter langen Transparente, die am Samstag, 19.05.01 gegen 13 °° Uhr in der Kuppel des Reichstags von einer Gruppe von Frauen entrollt wurden. Gleichzeitig wurden mehrsprachige Flugblätter an die Reichstagsbesucherlnnen verteilt, in denen die Forderung nach Abschaffung der Residenzpflicht unterstützt und begründet wurden. Die Frauen stellten ihre Aktion in den Rahmen der Aktionstage gegen die Residenzpflicht, die vom 17. - 19. Mai 01 in Berlin stattfanden. Nach etwa 15 Minuten wurden die Transparente und die Flugblätter von der Polizei entfernt. Gegen die Frauen wurde Anzeige wegen Verstoß gegen die Hausordnung erstattet. |
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Text der verteilten
Flugblätter:
Wir
sind hier, weil wir die Forderung nach Abschaffung der Residenzpflicht unterstützen
wollen. Die Residenzpflicht ist eines von vielen diskriminierenden Gesetzen,
die Flüchtlinge in Deutschland in ihren Grundrechten massiv einschränken,
ähnlich wie in der Zeit der rassistischen Apartheid in Südafrika.
Die Residenzpflicht bedeutet, daß Flüchtlinge den ihnen als Wohnort
zugeteilten Landkreis nicht verlassen dürfen. Die Konsequenz ist, daß
sie ständig allein aufgrund von äußerlich sichtbaren Unterschieden
zu den Mehrheitsdeutschen mit willkürlichen Polizeikontrollen rechnen müssen.
Deshalb finden vom 17.-l9. Mai von Flüchtlingen organisierte Aktionstage
gegen die Residenzpflicht statt.
Als Abschluss gibt es am Samstag den 19.Mai eine bundesweite Demonstration
um 12:00 Uhr am Alexanderplatz/ Weltzeituhr
Wir fordern
offene Grenzen und gleiche Rechte für alle in Deutschland , lebenden Menschen
!!"