Mittwoch, 07.01.2001, PFL, Vortragssaal, 20.00 Uhr

Lesung und Gespräch mit Barbara Reimann

Die Erinnnerug darf nicht sterben...

Barbara Reimann - eine Bibliographie aus acht Jahrzehnten Deutschland

„Vorbereitung zum Hochverrat, Abhören ausländischer Sender und Wehrkraftzersetzung"-so lauten die Anklagepunkte auf dem Haftbefehl, mit dem die Hamburger Gestapo Barbara Dollwetzel im Juni 1943 verhaftete. Ohne Prozeß, mit dem Vermerk „rückkehr unerwünscht" wurde die damals 23jährige Barbara gemeinsam mit ihrer Mutter nach fast einem Jahr Untersuchungshaft ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück verschleppt.

Das Buch beschreibt acht Jahrzehnte des Lebens einer Frau aus einer „typischen Hamburger Arbeiterfamilie": B. Reimann, geb. Dollwetzel, erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in Hamburg, die sozial und politisch eng mit der KPD verknüpft waren. Sie berichtet vom alltäglichen Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft, vom Überleben und Widerstehen unter den mörderischen Bedingungen des Konzentrationslagers.

Das Buch endet nicht mit der Befreiung 1945, sondern schildert das weitere Wirken der ehemaligen Häftlinge, den Traum von einer besseren Gesellschaft und die bis heute aktive Mitarbeit Barbara Reimanns in der Lagergemeinschaft Ravensbrück.

Veranstalterin:
Violetta

Verein zur Förderung von Frauenliteratur und -Bildung
Frauenbuchladen
in Kooperation Autonomes feministisches FrauenLesbenReferat an der Uni Oldenburg

Eintritt: 5-10 DM

Veranstaltung für Frauen und Männer

„Die Erinnerung darf nicht sterben...",
Hg: Franziska Bruder, Heike Kleffner
Unrast Verlag, reihe antifaschistischer texte