Warum wir Schule nicht mögen...
...und sie trotzdem verteidigen

Seit Mitte Dezember steht für uns fest, 10% der Unterrichtsstunden fallen zum nächsten Schuljahr einfach weg! Grundage für diese Kürzungen ist ein Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums.
Eigentlich müsste uns dass doch freuen, welcheR Schüler In freut sich denn nicht darüber wen er/sie weniger Schule hat?
Aber hier ist leider kein Grund zur Freude gegeben, denn: Die Folgen des Stundenwegfalls für die inetgrierten Gesasmtschulen.sind verheerend, so trifft er vor allem Stunden aus dem Ganztagsberreich und die musisch.kulturellen Fächer, und damit Fächer die Konzept und Klimader Schulen sehr wichtig sind.
Vor allem aber bieten sowohl die ganztagsspezifischen Stunden (also Arbeits- und Übungsstunden, Arbeitsgemeinschaften, Mittagsfreizeiten und Klassenrat bzw. Verfügungsstunden) und das musisch-kulturelle Angebot die wenigen Nischen im Schulbetrieb in denen SchülerInnen die Möglchkeit haben unabhängig von Verwertbarkeit oder Lehrplan Schule zu erleben und manchmal auch zu genießen.
Zu den Kürzungen kommt noch eine Erhöhung der SchülerInnenzahl pro Klasse, von 28 auf 30 in der Mittelstufe, und auf mindestens 19 pro Kurs in der Oberstufe.
Das wird die Lernsituation um einiges angespannter machen, als sie ohnehin schon ist. Zudem werden sowohl in der Mittel- als auch in der Oberstufe viele Kurse nicht mehr angeboten werden können. Was noch viel erschreckender ist, ist, dass dies häufig nicht aus SchülerInnenmangel sonder vielmehr aus Platzmangel geschehen wird, das Raumproblem an unserer Schule ist ohnehin größer denn je.
Durch die neuen Erlasse wird ein weiterer Schritt in eine Richtung getan, die vor langer Zeit eingeschlagen wurde. Schon unter der SPD-Regierung waren Schulen unterversorgt, wurden Mini-Abi und Kopfnoten eingeführt und immer wieder Stunden gekürzt.
Nach Pisa galt dann entgülltig „back to basics“, Zentralabi und Abi nach 12 Jahren wurden zu disskusionsbestimmenden Schlagwörtern. Und unter der CDU/FDP- Regierung dann auch durchgesetzt.
Heute wird offen ausgesprochen was hinter der Schule steckt: Leistung, Verwertbarkeit, Ordnung und Disziplin.
Da fragt mensch sich warum die gestressten SchülerInnen dagegen sind, dass ihnen Stunden gestrichen werden...
Für uns geht es darum, dass wir mit der IGS das kleinere Übel gewählt haben. Diese bietet neben bedarfsorientiertem Unterichtsfächern eben noch den Raum für ein wenig selbstbestimmtes Lernen und soziale Förderung. Damit dies auch so bleibt setzten wir uns für den Erhalt unserer Stunden ein. Aber hier können unsere Forderungen nicht aufhören. es kann nicht nur darum gehen sich nur gegen Kürzungen zur Wehr zu setzten. Was wir fordern geht weiter als die Forderung nach Versorgung mit Lehrkräften und Unterrichtsmaterialien.
Wir fordern ebenso die Abschaffung von Mini-Abi und Kopfnoten, und dass das Zentralabi nach 12 garnicht erst eingeführt wird.
Wir fordern Schulen die auf die Bedürfnisse ihrer SchülerInnen eingehen, statt auf die der Wirtschaft.
Wirklich notwendig sind selbstbestimmtes Lernen und eigenverantwortliches Handeln, nicht Leistungsdruck und Disziplin.

die Politik-AG der Helene Lange Schule