“FEINDLICHE
ÜBERNAHMEN“

ÖKONOMISCHE INTERESSEN UND »MILITÄRISCHES UNTERNEHMERTUM« IM KONGO

von BJÖRN AUST

Vom Westen nur wenig beachtet, führen kongolesische Kriegsparteien und zahlreiche Anrainerstaaten in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), dem vormaligen Zaire, seit 1998 Krieg. Die Kämpfe resultierten in der faktischen Zerstörung des Staates, ohne dass eine militärische Entscheidung, geschweige eine politische Lösung des Konflikts erreicht wurde. Dennoch markiert der Krieg keinen »irrationalen« oder von »ethnischen Feindschaften« getriebenen Zerstörungsprozess, wie dies in einigen Medien suggeriert wird: Statt dessen bestimmen Kriegsökonomien, die eng in den Weltmarkt eingebunden sind und deren Akteure die Bodenschätze des Landes ausbeuten, die rationale Dynamik des Konflikts. Einige wichtige Mechanismen dieser politischen Ökonomie des Krieges werden hier untersucht. Nach der Skizze des Krieges und einigen Erklärungsansätzen wird unter dem Stichwort des »military commercialism« (militärisches Unternehmertum) die Transformation der Interventionstruppen in quasi-privatwirtschaftliche Akteure sowie die politischen Funktionen externer Interventionen untersucht. Im Vordergrund stehen dabei die »kommerziellen« Praktiken der Streitkräfte Simbabwes, die während des Krieges mit der DRK alliiert waren.

afrikas »erster weltkrieg«
Aufgrund seiner komplexen Ursachen und Konfliktdimensionen sowie seiner destabilisierenden Wirkung für die gesamte Region Zentralafrika bezeichnen Experten den aktuellen Krieg oft als »Ersten Weltkrieg Afrikas« bzw. als »Great War«. »Offiziell« wurde er zwar im Dezember 2002 beendet, in dem sich die kongolesischen Konfliktparteien auf einen »Fahrplan« zur Entwaffnung der Kombattanten einigten und eine Übergangsregierung vereinbarten. Vorangegangen waren Abkommen über den Abzug der Interventionstruppen. Doch der Frieden besteht nur auf dem Papier. Er ist durch heftige, vorerst lokale Kämpfe im Nordosten des Landes bedroht, so dass Beobachter eine erneute landesweite Eskalation und auch eine erneute Intervention der externen Parteien befürchten.’’ Schon die Ausmaße der humanitären Katastrophe berechtigen die Bezeichnung »Weltkrieg«, denn er ist durch Zerstörung und Plünderung, durch gezielte Vertreibungen und massive Ausschreitungen aller Kriegsparteien gegen die Zivilbevölkerung gekennzeichnet: Nach Schätzungen humanitärer Organisationen hat der Krieg seit 1998 zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Menschenleben gefordert und machte ca. 2,7 Millionen Kongolesen zu Flüchtlingen im eigenen Land. Die meisten Menschen starben auf der Flucht, wurden Opfer von Übergriffen der bewaffneten Gruppierungen oder kriegsbedingter Hungersnöte und Seuchen. »Nur« ca. 350.000 der Toten verloren als Kombattanten in militärischen Gefechten ihr Leben. 2 Im »Ersten Weltkrieg Afrikas«, nach dem Krieg von 1996/97 bereits der zweite um die Macht in Kinshasa, kämpfen drei kongolesische Rebellenorganisationen gegen die Regierungstruppen der DRK: der von Ruanda unterstützte Rassemblement Congolais pour la Democratie (RCD) sowie der Mouvement pour la Liberation du Congo (MLC) und der RCD - Mouvement de Liberation (RCD-ML), die mit Uganda alliiert sind. Zudem versuchte die Regierung der DRK regionale Gewaltakteure für ihre Interessen zu mobilisieren, wie u.a. die MaV Mai-Milizen, die keine kohärente politische Agenda verfolgen und in interne Rivalitäten verstrickt sind. Auch Rebellen aus Bürgerkriegen der Nachbarstaaten, vor allem Einheiten und Milizen der früheren ruandischen Regierung, nutzen die Peripherie des Landes als Rückzugsgebiet und sind über taktische Bündnisse in die Machtkämpfe im Kongo involviert.
Entscheidend für den Kriegsverlauf war die offene Intervention regulärer Streitkräfte zahlreicher Anrainerstaaten: Ruanda löste mit dem Einmarsch der Rwanda Patriotic Army (RPA) im August 1998 sowie durch die Gründung und Unterstützung des RCD den Krieg aus. Mit offiziell 25.000 Soldaten im Kongo - die tatsächliche Zahl wird weit höher geschätzt - besetzte die schlagkräftige RPA weite Teile des Ostens des Landes. Während Uganda auf der Seite Ruandas in den Krieg eingriff, sicherten die Interventionen von Angola, Simbabwe und Namibia das Überleben der Regierung in Kinshasa. Die Regierung Simbabwes, die zeitweise 14.000 Soldaten der Zimbabwe Defense Forces (ZDF) in der DRK stationiert hatte, übt bis heute großen Einfluss auf die kongolesische Regierung aus. Zwar waren im ersten Kriegsjahr die Fronten weitgehend festgefahren, doch ließen die Kriegsparteien wiederholt Friedensbemühungen durch externe Vermittler scheitern: Das bereits im Juli 1999 ausgehandelte Abkommen von Lusaka blieb lange politisch folgenlos, und wurde auch durch die Beobachtermission der Vereinten Nationen Mission Obser-vatoire des Nations Unies au Congo (MOIMUC), die dessen Umsetzung überwachen sollte, nicht voran gebracht.
chaos oder geschäft?

ökonomische interessen im kongo-krieg
Nachdem der »Große Krieg« über vier Jahre andauert, existiert die DRK faktisch nicht mehr als Staat. Ihr Territorium, das fast so groß wie Westeuropa ist, zerfiel in Staats- und Rebellenterritorien, Einflussgebiete externer Mächte sowie in Regionen unter Kontrolle lokaler Milizen. Doch die Kontrolle der Kriegsparteien über »ihre« Territorien ist wegen der Größe des Landes, der maroden Infrastruktur sowie aufgrund ihrer geringen politischen Legitimität äußerst prekär und regelmäßig Gegenstand (meist) lokaler Gefechte. Der Zerfall der staatlichen Strukturen allein bedeutet jedoch nicht, das »Chaos« herrscht: Wissenschaftler wie der Soziologe und Ethnologe Georg Elwert haben derartige Kriegsgesellschaften als »Gewaltmärkte«, und die nur scheinbare Regellosigkeit pointiert als »deregulierte, radikal freie Marktwirtschaft«^ bezeichnet: Dort beuten Kriegsparteien den Konflikt ökonomisch aus und bewaffnete Gewalt wird zugleich zum »Produktionsmittel« politischer und ökonomischer Macht wie auch zur »Ware«, die von Alliierten, Söldnern, lokalen Kriegsherren etc. gekauft werden kann. Selbst exzessive Gewalt - die Stärke demonstriert oder Gegner einschüchtert - findet auf dem Gewaltmarkt ihre rationale Begründung. Für den kongolesischen »Gewaltmarkt« spielen natürliche Rohstoffe eine entscheidende Rolle: Der Kongo ist reich an wertvollen seltenen Erzen, Metallen und Edelsteinen, aber auch an Tropenhölzern und anderen Agrarrohstoffen, die den Kriegswirtschaften ihre ökonomische Basis liefern. Die Rohstoff-Ausbeutung und ihr Export ermöglichen den Kriegseliten die unmittelbare Bereicherung, aber auch die Sicherung ihrer prekären politischen Machtansprüche: Diamanten aus den Kasai-Provinzen und Bandundu machen ca. 30% der (formellen) Gesamtexporte der kongolesischen Regierung aus und sind neben dem Bergbausektor die wichtigste Einkommensquelle. Namibia wurde von der Kabila-Regierung für die Intervention mit Diamantenkonzessionen abgefunden, und Angolas staatliche Ölfirma Sonangol erhielt 60% der Anteile eines angolanisch-kongolesischen Jointventures, das im Kongo-Delta Öl fördert. Unternehmen aus Simbabwe fördern im kongolesischen »Erzgürtel« verschiedene Metalle, Erze, Diamanten und exportieren Tropenhölzer (s.u.). Die Rebellengruppen MLC und RCD-ML sowie militärische Eliten Ugandas handeln vorwiegend mit Diamanten und mit Gold, das in der Provinz Orientale vorkommt. Ruanda und der RCD schürfen in den Kivu-Provinzen nach Erzen, v.a. nach der Erzlegierung Coltan. Neben einer wachsenden Zahl von Wissenschaftlern, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Journalisten untersuchte auch eine Expertenkommission der UNO die Kriegsökonomie in der DRK und stellte im April 2001 fest: »Die Ausbeutung der natürlichen Rohstoffe der DRK durch die externen Interventionsmächte ist systematisch und systemisch. (...) Aufgrund seiner lukrativen Ressourcen hat der Konflikt eine >win-win-Situation< für alle bewaffneten Gruppen geschaffen. Rivalen und Feinde sind zeitweise Geschäftspartner (...), Feinde beziehen Waffen über die gleichen Händler und kontaktieren die gleichen Mittelsmänner [für ihre ökonomischen Transaktionen]. Geschäftsinteressen haben Vorrang vor Sicherheitsinteressen bekommen. Der einzige Verlierer in diesem großen Geschäftsabenteuer ist die kongolesische Bevölkerung.«
Kriegswirtschaften sind keine lokal isolierten Phänomene, sondern eng in die Waren- und Kapitalströme der Weltwirtschaft integriert. Dies zeigen u.a. die globalen Netze internationaler Waffenhändler, die Kriegsparteien (oft) illegal beliefern. Ein wichtiger Vertreter der »Branche« ist Victor Bout, der ein weltweites Netz aus kriminellen und legalen Unternehmen spannte, und im Kongokrieg sowohl die Regierungen wie auch die Rebellen des MLC belieferte. Für die Rebellen des RCD und die Armee Ruandas organisierte er den Abtransport von Erzen aus den besetzten Territorien. Doch die Handelspartner gehören keineswegs nur zu internationalen Mafia-Kreisen, sondern Kriegsökonomien haben im Rohstoffexport Anbindung an die reguläre Weltwirtschaft gefunden: Kriegsparteien und ihre Kunden in der OECD-Welt profitieren von der Globalisierung und der neoliberalen Deregulierungspolitik internationaler Finanzinstitutionen und westlicher Staaten, die staatliche Kontrollmöglichkeiten über Waren- und Kapitalverkehr drastisch eingeschränkt haben: Im Kongo gingen transnationale Konzerne wie z.B. die US-amerikanische Konzerngruppe OM Group und die belgische Groupe George Forrest (GFF) ein jointventure mit dem Staatsunternehmen Gecamines im Minensektor ein. Neben Förderkonzessionen erhielten sie Zugriff auf Germanium-Vorräte im Wert von ca. zwei Milliarden US-Dollar. Gecamines wurde aus den lukrativen Geschäftsbereichen abgedrängt. In stärkerem Maß sind kleinere Unternehmen aktiv, die sich auf Sparten des Rohstoffabbaus, des Transports oder der Weiterverarbeitung spezialisiert haben, wie u.a. die deutsche Bayer-Tochter H.C. Starck. Sie zählt zu den wenigen Firmen weltweit, die aus der Erzlegierung Coltan, das vorwiegend in den ruandisch kontrollierten Kivu-Provinzen der DRK geschürft wird, das u.a. für die Kommunikationstechnologie wichtige Tantalum extrahieren kann. Starck, wie auch andere Firmen, profitier(t)en vom »Coltan-Rausch«, der Ende der 1990er Jahre v.a. mit den Innovationsschüben in der Kommunikationstechnologie einsetzte. Die hohen Gewinnspannen machen das Geschäft lukrativ: das unter extremer Ausbeutung der Schürfer im Tagebau geborgene Rohmaterial kann für ca. 7-15 US-Dollar pro Kilo erworben werden, doch erzielt wurden zur Hochzeit des Coltan-Rauschs in verarbeiteter Form auf dem Weltmarkt bis zu 380 US-Dollar. U.a. aufgrund der Rezession in der OECD-Welt ist der Preis heute auf ca. 80 Dollar gefallen. Exakte Zahlen zu Handelsvolumen und Profitmargen der hier exemplarisch genannten Unternehmen liegen nicht vor.’

DlE POLITISCHE ÖKONOMIE DES KONGOKRIEGES

Die Liste ließe sich um Beispiele anderer Branchen, wie z.B. dem Diamantenhandel, ergänzen. Sie ist nur eine Momentaufnahme, die zeigt, dass verschiedene Akteure unter Kriegsbedingungen lukrative Geschäfte verwirklichen, dass der Krieg keinen »Absturz« in »irrationale« Gewalt in einer abgelegenen Region der Welt markiert, sondern rationale Akkumulationsprozesse von ökonomischem Gewinn (und politischer Macht) darstellt, die eng in die globalen Wirtschaftszusammenhänge eingebunden sind. Dies unterstreichen auch Befunde der Friedens­und Konfliktforschung. Ähnliche Beobachtungen wurden in Afrika v.a. in Angola, Liberia, Sierra Leone gemacht und lassen sich in einen konzeptionellen Rahmen stellen: Es zeichnen sich dabei drei Entwicklungen ab, die direkt mit der Globalisierung des neoliberalen, postfordi-stischen Kapitalismus und den politischen Umbrüchen nach Ende des Kalten Krieges zusammenhängen. So sind: •wertvolle Rohstoffe zum entscheidenden Faktor der Konfliktdynamik (nicht nur in Afrika] geworden, seit mit Ende des Ost-West-Konflikts die externen Zuflüsse von den Patronen der Machtblöcke an Waffen, Munition und Geld versiegten. Heutige Rebellenorganisationen und Staatsregierungen sind wesentlich stärker auf die Erträge einer lokalen Kriegswirtschaft und deren Einbindung in globale Wirtschaftszusammenhänge angewiesen, denn erst die (illegale) Ausbeutung örtlich verfügbarer Ressourcen ermöglicht den »Unterhalt« einer kampffähigen Truppe, den buchstäblichen Kauf von Loyalität und den Import von Kriegsgerät. Teilweise ist vom »Ressourcenfluch« die Rede, denn tatsächlich ist die Eskalationsgefahr soziopolitischer Konflikte in ressourcenreichen Regionen größer.
Kriegswirtschaften etablieren sich als politisch-ökonomische Ordnungssysteme: Wenn, wie in der DRK, ein Staat in Einflussgebiete bewaffneter Akteure »zerfällt«, entstehen an dessen Stelle Gesellschaftsordnungen, die sich auf informelle, personengebundene Beziehungen stützen. Sie basieren zwar auf der Ausbeutung örtlicher Ressourcen und Bevölkerungen, bieten den dort lebenden Menschen aber auch Schutz vor anderen Gewaltakteuren. Lokale »Warlords« gehen so etwas wie »informelle Verträge« mit der Bevölkerung ein und können eine gewisse Legitimität beanspruchen, wenn sie die ungeschriebenen Regeln und Erwartungen ihrer Klientel berücksichtigen. In letzter Konsequenz sind diese Sozialordnungen aber gewaltreguliert (»Gewaltmärkte«).
Kriegswirtschaften transformieren die Interessen ihrer Akteure, indem sie eine eigene Dynamik entwickeln: Wenn sich politische Herrschaft wesentlich darauf stützt, Loyalität und militärische Unterstützung buchstäblich einzukaufen, so wird die Verteidigung der ökonomischen Basis zur unmittelbaren Voraussetzung, überhaupt als politischer bzw. militärischer Akteur zu »überleben«. Mit zunehmender Dauer des Krieges setzt daher eine Spirale von Gewalt und Ausbeutung ein, durch die sich die Zielrichtung der kriegerischen Gewalt verändert: Nicht die flächendeckende Beherrschung eines Staates und seiner Institutionen, sondern die lokale Kontrolle wichtiger Ressourcenvorkommen und Handelswege wird zur militärischen und politischen Priorität. Auf der »taktischen Ebene« bietet dies für Kriegsgegner den Anreiz (oder auch die Notwendigkeit), in Wirtschafts­bzw. Handelskontakte zu treten. Für viele der Akteure der »Gewaltmärkte« ist die Aufrechterhaltung eines gewissen Gewaltniveaus notwendig, da sie ihre Macht nur den Profiten der Kriegswirtschaft sowie informellen Netzwerken verdanken, die sich jeglicher Kontrolle durch staatliche Institutionen entziehen. Für diese »Kriegsunternehmer« ist es ökonomisch lukrativer und politisch rationaler, einen Krieg trotz geringer militärischer Erfolgsaussichten fortzuführen, statt in politische Verhandlungen zu treten. Dies erklärt, warum die Kriegsparteien des Kongokrieges Verhandlungen abbrachen und auch bereits unterzeichnete Abkommen im Rahmen des Lusaka-Prozesses wiederholt hintertrieben.

military commercialism: dle politische ökonomie der intervention
Doch trotz der Praktiken systematischer ökonomischer Ausbeutung und Plünderung sind Kriegsökonomien immer auch politische Ökonomien: Die politischen Funktionen der »Ökonomie der Intervention« werden nun mit Rückgriff auf einen bislang wenig beachteten Aspekt aktueller Kriegswirtschaften untersucht, der als »military commercialism« bzw. die »Kommerzialisierung externer militärischer Intervention« bezeichnet wird. Diese liegt vor, wenn unternehmerische Kalküle zur Schlüsselüberlegung bei der Entsendung nationaler Streitkräfte werden.’’ »Military commercialism« beschreibt eine aktuelle Entwicklung in »schwachen Staaten« Afrikas: Nach gescheiterten Entwicklungsprojekten und wirtschaftlicher Stagnation sind deren Eliten mit schwindenden ökonomischen Ressourcen und wachsendem externen Druck durch neoliberale Auflagen in Kreditvergabe- und Entwicklungspolitik internationaler Geber konfrontiert. Vor diesem Hintergrund verengen sich die Handlungsspielräume der Eliten, die ihre Macht seit Jahrzehnten auf verschiedene Stile klientelistischer Politik stützten und jetzt die »klassischen« Formen der Patronage - Einbindung in staatliche Institutionen, Teilhabe an Staatseinkünften etc. - nicht länger bestreiten können. Diese Situation hat sich mit dem Wegfall des Ost-West-Konflikts und den damit verbundenen externen Militärhilfen erheblich verschärft: Ausrüstung und Personal können nicht mehr finanziert werden, so dass Plünderungen, Revolten und Kriminalität von Soldaten an der Tagesordnung sind. Für die schwach legitimierten Regierungen (auch in formalen Demokratien) bedeutet dies eine enorme Bedrohung, denn die Streitkräfte spielen in der Politik des Kontinents seit der Dekolonisation eine ambivalente Rolle. Viele afrikanische Militärapparate wurden als »Erbstücke« der ehemaligen Kolonialmächte übernommen und behielten auch unter den neuen Regierungen ihre Funktion bei, die in der Verteidigung der Interessen politischer Eliten sowie der Unterdrückung innerer Unruhen bestand. Zugleich waren die militärischen Eliten für Staatschefs und Regierungen gefürchtete Konkurrenten um politische Macht - von 1963 bis 2002 kam es in weit über der Hälfte der Staaten Afrikas zu mindestens einem Putsch. Um Umstürze zu vermeiden, wurden militärische Eliten daher oft in lukrative und einflussreiche Positionen der Klientelnetzwerke eingebunden, insbesondere in Staaten deren Armeen und Regierungen aus ehemaligen Befreiungsbewegungen hervorgingen. Bezeichnend ist, dass trotz formaler Demokratisierung seit Mitte der 1990er Jahre die Zahl militärischer Umstürze wieder steigt, denn nur wenige Staaten können sich unter den Bedingungen von neoliberaler Globalisierung und Staatsschwäche ihre Militärapparate und deren politische Loyalität leisten. Ein Beispiel ist Angola, dessen Regierungselite der Armee während des Krieges gegen die UNITA in den 90er Jahren weitreichende Konzessionen in den umkämpften Diamantenregionen im Nordosten des Landes gewährte. Da in den meisten Staaten nicht (mehr) genügend interne Ressourcen vorhanden sind, nutzen Regierungseliten ihre Armeen als Instrument, um zusätzliche externe Ressourcen zu erschließen. Die Vermietung großer Streitkräftekontingente für Missionen der UNO ist noch die »friedlichste« Variante dieser Kommerzialisierung externer Intervention. Die Staatenorganisation alimentiert Militärapparate, die für die Entsenderegierungen sonst nicht zu bezahlen wären. Problematisch ist in dem Zusammenhang die seit Mitte der 1990er Jahre veränderte Interventionspraxis: Das strikte Interventionsverbot der Organisation for African Unity ist im (OAU) Zuge der Delegation von »Friedensmissionen« von der UNO an die OAU und Regionalorganisationen (v.a. Economic Community of West African States, ECOWAS, und South African Development Community, SADC) einem »neuen Interventionismus« afrikanischer Staaten in Krisen und Kriege der Region gewichen. Hatten afrikanische Staaten vor Ende des Ost-West-Konflikts auf offene Interventionen mit regulären Streitkräften verzichtet, so war Ende der 1990er Jahre fast ein Drittel der Staaten Afrikas mit regulären Truppen in benachbarten Kriegen und Krisen involviert. Als »Modellfall« dieses Trends gilt die Intervention der ECOWAS, ECOMOG, in die Kriege in Liberia (1990 - 1997) und Sierra Leone (1998 - 2000) unter Führung der Streitkräfte der Regionalmacht Nigeria, in denen es zur Beteiligung der ECOMOG an der dortigen Kriegswirtschaft kam. Hierfür spielen auch die Aussichten der Ressourcenkontrolle eine entscheidende Rolle: »Die Elite des militärisch stärkeren Staates kann den Zerfall eines benachbarten Staates als Fassade für eigene illegale Aktivitäten nutzen. Military commercialism bringt externe Res-sourcen unter die Kontrolle des patrimonalen Netzwerks des intervenierenden Staates und erlaubt somit deren Umverteilung, die das Regime [der Interventionsmacht] schützt.«. Die veränderte Interventionspraxis ist nach Dietrich somit auch eine Erklärung für das zunehmende »Verschwinden« der PMCs wie Executive Outcomes oder Sandline International, die bis Mitte der 1990er Jahre mit (angemieteten) Truppen direkt in Kampfhandlungen eingriffen. Während es für Spezialdienste in Ausbildung, Aufklärung oder Logistik sowie Aufgaben im Objekt- und Personenschutz nach wie vor einen Markt gibt, haben afrikanische Staaten, die reguläre Streitkräfte »vermieten«, das Marktsegment der kämpfenden Söldner-Einheiten übernommen.

»military commercialism« im kongokrieg: gierige gegner und teure freunde
Der Kongokrieg ist bislang der deutlichste Beleg dieses Trends zum »military commercialism«. Der Ressourcenreichtum des Landes war allen Parteien bekannt, ebenso wie die politische Schwäche der Regierung und der desolate Zustand der Streitkräfte. Dies lieferte auch die offizielle Begründung für die Intervention Ruandas, das seine Grenzen durch die Interahamwe-Milizen - Hauptakteure des Völkermords von 1994 - bedroht sah, und der Kabila-Regierung (zu gewissem Anteil berechtigt), Untätigkeit gegenüber diesen Kräften vorwarf. Uganda trat ebenfalls aus »Sicherheitsgründen« auf der Seite Ruandas in den Krieg ein. Die mit Kinshasa alliierten Mächte Angola, Namibia und Simbabwe hingegen intervenierten mit einem Mandat der SADC zur »Wiederherstellung der nationalen Integrität« der DRK. Die Ressourcenausbeute war für die Parteien nicht der alleinige »wirkliche« Grund zur Intervention, doch zeigt der Konfliktverlauf, dass insbesondere für Ruanda, Uganda und Simbabwe schon früh die staatlichen Sicherheitsinteressen in den Hintergrund rückten und partikulare Bereicherungsinteressen der Kriegseliten und die Aufrechterhaltung der Kriegswirtschaften zum »Motor« des Krieges wurden. Tatsächlich fanden die schwersten Kämpfe zwischen den konventionellen Kriegsparteien in rohstoffreichen Regionen statt. Das Zerbrechen der Allianz zwischen Ruanda und Uganda an konkurrierenden Ansprüchen zur Kontrolle des Diamantenhandels, die im Sommer 1 999 und 2000 in offene militärische Konfrontationen um die »Diamantenstadt« Kisangani eskalierten, aus denen Ruanda als Sieger hervor ging, zeigt dies klar auf. Im folgenden kann nur das Beispiel Simbabwes bzw. der ZDF vertieft werden.
Bis heute ist Simbabwe der wichtigste politische Alliierte der Regierung in Kinshasa, dessen schnelles Eingreifen mit schweren Waffen und Einheiten der Luftwaffe in den Krieg (neben angolanischen Truppen) im August 1998 die drohende Niederlage gegen die vorrückende RPA abwendete. Offiziell beruft sich die Regierung Robert Mugabes auf eine Resolution der Regionalorganisation SADC zur »Verteidigung der Souveränität« des Kongos, die allerdings unter massivem Druck Mugabes gegen die Skepsis der übrigen Mitgliedstaaten verabschiedet wurde. Nur Angola und Namibia leisteten tatsächlich militärischen Beistand. Für die Intervention Simbabwes, das keine gemeinsame Grenze mit der DRK hat, spielten politisch-ökonomische Interessen schon frühzeitig eine wichtige Rolle: Zwar war innerhalb der Eliten Simbabwes nicht nur der Ressourcenreichtum des Kongo legendär, sondern auch die dortige politische Instabilität und der faktische Zerfall der Ökonomie. Allerdings hatte die Regierung in Harare in der Hoffnung auf künftige Geschäfte und politischen Einfluss bereits im ersten Kongokrieg 1996/97 in den damaligen Rebellenführer Laurent Kabila »investiert«: Neben ca. fünf Millionen US-Dollar finanzieller Unterstützung wurden über die Firma der zimb-abwischen Streitkräfte Zimbabwe Defense Indu­stries (ZDI) Lieferungen mit militärischer Ausrüstung, Waffen und Munition im Wert von ca. 53 Millionen US-Dollar auf Kreditbasis abgewickelt. Im Fall eines erneuten Regimewechsels im Kongo, so wurde in Harare befürchtet, wäre es nicht zu einer Rückzahlung der Schulden gekommen.
Die politisch-ökonomischen Motive traten mit fortschreitender Dauer des Krieges immer deutlicher hervor: Simbabwe stationierte zwischenzeitlich 14.000 Soldaten der ZDF in der ressourcenreichen Provinz Katanga mit ihren Diamanten-, Germanium-, Kupfer-, Kobalt- und Zinn-Vorkommen aber auch in den Provinzen Kasai Oriental (hier liegt die »Diamantenstadt« Mbuyi-Maji) und Kasai Occidental sowie Bandundu. Die Truppenpräsenz der ZDF in Katanga verhinderte einerseits einen Vormarsch der RPA in die Regionen, die den ökonomischen Lebensnerv des Kongo darstellten. Zudem sicherte sie auch dem Regime Mugabes das politische Überleben: Das autoritäre Regime stützte sich auf ein Klientelsystem, das die Ansprüche zwischen den politischen Eliten aus der ZANU-PF und den Streitkräften ausbalancieren musste. Misswirtschaft und Korruption sowie zunehmende Ressourcenknappheit (Simbabwes Metall verarbei­tender Industrie gingen buchstäblich die Vorräte aus) und die wachsende Konkurrenz Südafrikas auf den regionalen Märkten hatten Simbabwes Ökonomie deutlich geschwächt. In dieser Situation erwies sich die Intervention als kurzfristig Erfolg versprechende Strategie, denn ein Beistandspakt, den die Regierungen Simbabwes und der DRK am 4.9.1998 abschlossen, ebnete den Weg für die systematische Bereicherung der simbabwischen Eliten auf Kosten des Kongo: Offen bekannte sich die politische Führung in Harare zum Motiv, sich ihre politische und militärische Unterstützung der DRK durch privilegierten Zugang zu dessen Ressourcen bezahlen zu lassen.“ Diese Praxis gleicht den so genannten »security equity swaps«, die PMCs wie u.a. Executive Outcomes in den 1990er Jahren mit schwachen Regie­rungen abgeschlossen haben. Gewissermaßen im Schlepptau der ZDF zogen in Folge des Beistandspakts zahlreiche Unterneh­men der ZANU-PF und der ZDI in den Kongo und sicherten sich profitable Anteile in joint-ventures mit kongolesischen Unternehmen oder Konzes­sionen im Bergbau- und Diamantensektor.
• M & S Syndicate und ZIDCO: Die Unternehmen gehören der ZANU-PF und sind im Bankensektor aktiv.
• ZDI: Die militäreigene Firma Zimabwe Defense Industries (ZDI) belieferte die kongolesischen Streitkräfte mit Ausrüstung, Munition und Waf­fen und ist mit 37,5% an den Gewinnen der Gecamines beteilig.
• Operation Sovereign Legitimacy (OSLEG), im Besitz der ZDF vermittelt Geschäfte zwischen Eliten Simbabwes und der DRK.
• COSLEG ist ein joint venture der OSLEG und der kongolesischen Exportfirma COMIEX, das v.a. im Diamantensektor, im.Bankenwesen und im Tropenholzgeschäft involviert ist.
• Oryx Natural Resources: Offiziell ein privates Unternehmen, dessen Hauptanteilsnehmer jedoch die ZDF sind. Oryx ist v.a. im Diamantensektor (Industriediamanten) aktiv.
• SOCEBO: Weniger bekannt, ist das Engage­ment der ZDF im Forstsektor. SOCEBO gehört zu 98% COSLEG, die übrigen Anteile gehen an kongolesische und simbabwische Eliten. SOCE-BOs Konzessionen für das Schlagen von Tropenhölzern umfassen ein Areal von fast 1,5-maliger Größe Großbritanniens. An einer SOCE-BO-Tochter ist auch die Western Hemisphäre Capital Management (WHCM) mehrheitlich beteiligt, die die Konzessionen erschließen soll. Die Anbindung der simbabwisch-kongolesischen Kriegsökonomie an die formellen Sektoren des Weltmarkts gestaltete sich einfach, weil sich die Intervention Simbabwes mit der SADC-Resolution auf eine diplomatische Grundlage stützen konnte.
Auch legalisierten hohe kongolesische Beamte der für die lukrativen Geschäftsbereiche zuständigen Behörden im Minen- und Bergbausektor und die Firmenleitungen der kongolesischen Staatsbetriebe wie z.B. der Gecamines, den buchstäblichen Ausverkauf der natürlichen Reichtümer des Kongo mit ihren Unterschriften. Davon profitierten auch zahlreiche internationale Konzerne und Unternehmen als Anteilsnehmer, Investoren, Subunternehmer und Rohstoffimporteure von der Kriegswirtschaft: U.a. ist die britische Firma Tremalt zu nennen, an der auch die ZDF beteiligt ist. Tremalt erhielt von der DRK-Regierung Schürfkonzessionen für Diamanten im Wert von einer Mrd. US-Dollar zum verbilligten Preis von 400.000 US. Tremalt weist somit auf ein organisiertes System von Korruption, Täuschung, Einschüchterung und teilweise gezielter Gewaltanwendung gegen Beamte zuständiger Behörden, Ange­stellte von Staatsunternehmen und Justiz durch kongolesisch-simbabwischer »Elitennetzwerke« aus Militärs, Unternehmern und hochrangigen Politikern hin, an dem auch Privatunternehmen (zunächst) gut verdienten: Nach Recherchen der UNQ-Expertenkommission wurde »öffentliches Eigentum aus den Staatsunternehmen des Minen- und Bergbausektors im Wert von mindestens fünf Milliarden US-Dollar in den Besitz von Privatunternehmen unter ihrer Kontrolle überführt, ohne dass der Staatshaushalt der DRK dafür irgend eine Kompensation erhalten hat.«
Dass Akteure der Elitennetzwerke aktiv zu Kriegsverlängerung und politischer Instabilität beitrugen, zeigt das Beispiel des Marschalls der simbabwischen Luftwaffe, Perence Shiri, und des Direktors des kongolesischen Geheimdienstes, Didier Kazadi Nyembwe, die zentrale Figuren der »Privatisierung« kongolesischer Ressourcen waren und zudem die Bewaffnung und Unterstützung der Mai Mai-Milizen und der ALiR/FDLR organisierten, die im Osten des Landes gegen den RCD und die RPA kämpfen. Dass den Personenkreisen bewusst war, dass Frieden und politische Reformen ihre Machtpositionen und individuellen Bereicherungsquellen bedrohen, legen aktuelle Beobachtungen nahe: Erst Monate nach dem Abkommen mit Ruanda in Pretoria (Juli 2002), in dem sich die DRK zur Entwaffnung von Mai Mai-Milizen und ALir/FDLR verpflichtete, wurden Ende Oktober entsprechende Maßnahmen ergriffen. Vorangegangen war die Entlassung der im UNO-Kom-missionsbericht genannten Personen durch Präsident Joseph Kabila.

fazit und ausblick
Die lukrativen Rohstoff-Vorkommen des Kongo haben maßgeblich zur Entstehung von Kriegswirtschaftssystemen beigetragen, die die Dynamik des Krieges aus Ausbeutung und Gewalt prägten. Das Erklärungsmodell des military commercialism zeigte am Beispiel Simbabwes auf, dass sich mit der Intervention in den Kongo und der Ausbeutung seiner Bodenschätze Klientelbeziehungen gewissermaßen »fremdfinanzieren« und Elitenkonflikte »exportieren« lassen. Allerdings ist die kurzfristige Strategie der Herrschaftssicherung auch für Simbabwe verheerend: Die Profite aus der Rohstoff-Ausbeute sind nach dem Raubbau leicht zugänglicher Vorkommen rückläufig, denn um die potenziellen Reichtümer des Kongo bergen zu können, sind erhebliche Investitionen in die Infrastruktur nötig, die von den quasi-staatlichen Unternehmen im Umfeld von ZANU-PF und ZDF nicht aufgebracht werden können. Im Bergbau- und Minensektor gehen die geschätzten Kosten in die Milliarden. Sogar die Konzessionen der SOCEBO im Forstsektor (s.o.) haben sich als Verlustgeschäft erwiesen, da die nötigen Investitionen von ca. 160 Mio. US-Dollar nicht vorfinanziert werden können. Nach dem ersten »Goldrausch« ziehen sich westliche Firmen zunehmend aus dem Geschäft zurück, da ihnen das Risiko langfristiger Investitionen unter den Bedingungen der Instabilität und Korruption zu hoch erscheint. Auch ist Simbabwe (nicht nur) wegen der Kongo-lntervention zunehmend internationaler Kritik ausgesetzt: Weltbank, IWF, EU und Commonwealth haben Hilfeleistungen, Kredite und Umschuldungsprogramme eingefroren. Während die Gewinne aus der Ausplünderung des Kongo auf die Konten einflussreicher Elitenfunktionäre fließen, belasten die monatlichen Kosten der Militärpräsenz von 27 Millionen US-Dollar, die Mehrausgaben im Verteidigungsetat und die hohen militärischen Verluste der ZDF nach Konfrontationen mit der RPA die ohnehin leeren Staatskassen. Die militärischen Niederlagen gegen ruandische Truppen haben auch im Militär zu Widerstand gegen die Intervention - und gegen die Regierungseliten um Mugabe geführt. Die Strategie des »military commercialism« hat somit dem Mugabe-Regime kurzfristig die Loyalität entscheidender Eliten in ZANU-PF und Militär gesichert, so dass Mugabe seit dem Einmarsch in die DRK trotz wachsender internationaler Kritik drei Wahlen »gewinnen« konnte -allerdings nur durch gezielte und massive Repressionen gegen die Opposition, an denen Einheiten des Militärs maßgeblich beteiligt waren, und durch die Manipulation der Ergebnisse. Mittelfristig hat sich die Strategie allerdings nicht ausgezahlt und sogar die weiteren Möglichkeiten klientelistischer Herrschaftssicherung durch die extreme Belastung der Ressourcen des Staates untergraben - und den Handlungsdruck der Eliten sowie möglicherweise die Bereitschaft für noch riskantere »Abenteuer« erhöht.
Dies kann sich nach Meinung von Beobachtern erneut auf die Situation im Kongo auswirken, wo trotz der »formalen« Friedenssituation kein Ende der Gewalt und der ökonomischen Ausbeutung abzusehen ist. Die Kriegseliten aller Interventionsparteien hatten bereits vor dem Abzug ihrer Streitkräfte verschiedene Anpassungsstrategien verfolgt, um den zukünftigen Ressourcenzufluss aus der DRK aufrecht zu erhalten. »Die Soldaten gehen, die Plünderer bleiben« - so brachten Journalisten des Africa Confidential im vergangenen Oktober die Lage auf den Punkt.4° Gegenwärtig versuchen jedoch lokale »Warlords«, die Macht- und Besitzverhältnisse gewaltsam zu ihren Gunsten zu verändern - vorerst nur im Osten des Landes. Mit Blick auf die hier nur am Beispiel Simbabwes aufgezeigten zunehmenden Probleme der Interventionsmächte, die Begehrlichkeiten sowie die im Krieg hinzu gewonnenen Pfründe mächtiger Eliten mit eigenen Ressourcen zu finanzieren, könnte anhaltende die Instabilität im Kongo schon bald den Anlass dazu geben, dass auch die Soldaten wieder kommen.

Anmerkung der redax:
dieser text, so wie der text „die katze und die ratte“ in der letzten ausgabe kommt aus der sehr zu empfehlenden „alaska- materialien -world war“. außerdem mussten wir die quellen und anmerkungen aus platzgründen streichen. wer interesse daran hat, kann die ausgaben im Infoladen einsehehen.