Angeregt-oder bessergesagt aufgeregt-durch die Dezember-Trulla-Ausgabe aus Bremen-stellen wir, die Veranstalterinnen der FrauenLesben-Disco im Januar, von vorneherein klar, dass wir eine FrauenLesben-Disco veranstalten, und keine Transgender-Disco.
Für uns soll die Alhambra-Disco ein Freiraum bleiben, zu dem Männer keinen Zutritt haben. Mann machen wir am Geschlechtsteil fest und grenzen damit bewußt Männer aus.
FrauenLesben-Räume wurden über einen langen Zeitraum erkämpft. Für uns ist nicht nachvollziehbar, wie die Geschlechter von einen Tag auf den anderenaufgehoben werden können, einfach so... .Schließlich leben wir nach wie vor in einer patriarchalen Gesellschaft, in der Männer als Männer und Frauen als Frauen sozialisiert werden. In der Trulla" heißt es dazu treffend: Das Problem besteht eben nicht in den Begriffen Männlich" und Weiblich", sondern in Macht und Herrschaft, die aber durch die neue Kategorie Transgender und der dazugehörigen Bewegung nicht aufgegriffen werden." (Trulla,12/02, S. 37).
Die Annahme in der Transgender-Diskussion ist unseres Wissens nach, daß Begriffe wie Mann"/ Frau"/ Lesbe"/ Hetero" lediglich konstruiert seien. Die Verweigerung, sich in diese vermeintlichen Konstrukte einordnen zu lassen, beinhalte demnach die Auflösung der damit verbundenen Machtstrukturen. Unsere Position dazu ist, daß die alleinige Dekonstruktion von Geschlechtern keine Machtsrukturen auflösen kann. Sich darauf zu beschränken führt zu politischer Handlungsunfähigkeit. Sexuelle Gewalt gegen FrauenLesben zum Beispiel kann nur von FrauenLesben definiert werden.
Wir halten die Öffnung von FrauenLesbenräumen für falsch und fordern die Beibehaltung aller Freiräume! (Inhaltlich haben wir uns, wie bereits erwähnt, eng auf die Artikel der Trulla bezogen. Wir fänden es gut, die Alhambra-Zeitung als Diskussionsforum zur Transgender-Debatte zu nutzen und kontrovers und konstruktiv zu diskutieren . )