DAS LETZTE...

Vorweg:

Die folgende Stellungnahme bezieht sich auf das Schreiben des AK Asyl und die Vorfälle auf dem NutzerInnenplenum vom 08.10.1999.
Um es ganz deutlich zu sagen: Wir haben nicht vor, hier eine Diskussion über die Ereignisse anzufangen. Für uns ist die Lage eindeutig - das Definitionsrecht liegt bei der Frau. Zielsetzung ist es nicht, „politische Machtkämpfe“ auf diesem Wege auszutragen, sondern sexistisches Verhalten öffentlich zu machen und nicht zu decken. Wir halten es nach wie vor für richtig, sexistische Übergriffe publik zu machen und einen entsprechenden Umgang (z.B. Hausverbote) einzufordern - vorausgesetzt es liegt im Interesse der Frau - um einerseits der Frau (zumindest in linken Zusammenhängen) die Möglichkeit zu geben sich aufhalten zu können wo sie will, und andererseits andere Frauen vor dem Typen zu warnen.

Das Papier des AK Asyl versucht zu suggerieren, die AA/Ol hätte alleine ein Papier bzgl. des Verhaltens von R.K. geschrieben. Das ist nicht richtig. Die betroffene Frau und einige Leute der AA/OL haben zusammen ein Papier verfasst, welches das sexistische Verhalten R.K.s thematisiert und seinen Ausschluß aus linken Zusammenhängen fordert.

Zum NutzerInnenplenum:

Der AK Asyl, der mit einem UnterstützerInnenkreis von AK Friedenswoche bis Solidarität International erschienen war, eröffnete das Plenum mit den Worten „Wir solidarisieren uns mit R.K.!“.
(Im Nachhinein fragen wir uns auch, warum wir sie nicht sofort vor die Tür gesetzt haben, obwohl da schon klar war, wie der Hase läuft...)

Wie auch in der Stellungnahme haben sich die Mitglieder des AK Asyl auch auf dem NutzerInnenplenum in keiner Weise zu dem Vorfall an sich oder ihrem eigenen Verhalten geäußert, sondern nur versucht davon abzulenken, indem sie sich ausschließlich an angeblichen „Detailfragen“ (z.B. ob R.K. sein Auto bei der besagten Ratssitzung auf dem Hinterhof geparkt hatte oder nicht) abarbeiteten. Bei diesem Problem wurden einige Mitglieder des AK Asyl derartig agressiv, daß danach erst recht keine sachliche Diskussion mehr möglich war. Die Auseinandersetzung gipfelte in der Aussage eines AK Asyl-Mitlglieds, der den Vorfall mit „am Bahnhof angerempelt werden“ verglich und bemerkte, daß mann dafür ja auch nicht gleich wegen Totschlags verurteilt werde. Außerdem wäre ihm das sexistische Verhalten R.K.s sowieso noch nie aufgefallen. (Ach nee!)
Auch an Selbstverständlichkeiten, wie z.B. den Namen der betroffenen Frau nicht in der Öffentlichkeit zu nennen, wurde sich seitens des AK Asyl nicht gehalten. Im Gegenteil, der Name wurde immer wieder, ergänzt durch provokante Ergänzungen wie „ Entschuldigung, daß ich das ich das jetzt hier so sage“, absichtlich erwähnt.
Ansonsten ist zu dem Plenum noch zu sagen, daß der AK Asyl und sein UnterstützerInnenkreis versucht haben, auf diesem ein bürgerliches Gerichtsverfahren zu inszenieren, welches bekanntlich nicht den Grundsatz des Definitionsrechts der Frau beinhaltet. So wurden falsche Tatsachen und Verdrehungen konstruiert, welche dann von uns wiederlegt werden sollten. Das wir uns auf so eine Ebene nicht einlassen und es nicht darum geht einen „Indizienprozeß“ zu führen, ist klar.
Abschließend bleibt festzustellen, daß der AK Asyl keine Konsequenzen innerhalb der Gruppe gezogen hat.

Die Frau und einige Unterstützerinnen