Filmreihe der alternativen liste

zur spanischen Revolution


Donnerstag, 9.12.99,  19:30 h, AStA-Sitzecke:

Die Utopie leben (Doku)

Ein Dokumentarfilm über AnarchistInnen die beim ‘kurzen Sommer der Anarchie’ und schließlich beim spanischen Bürgerkrieg mitgewirkt haben. Mit vielen Interviews gespickt erzählt der Film von verschiedenen Gruppierungen und Strömungen sowie deren Zielen, Programmatiken, kulturrevolutionären Projekten, gewerkschaftlicher Selbstorganisierung, Kollektivierung von Betrieben und dem Kampf gegen den Faschismus - kurz von ihrem Leben.
“Wir hatten einen unheimlichen Wissensdrang...”, darum entstand  “kaum saßen 3 Anarchisten zusammen” eine neue Zeitung, und folgerichtig war ‘Bildung für alle’ eine ganz zentrale Forderung. Es wurden kostenlose Schulen gegründet, die Wert auf Rationalität legten und gegen “die katholische Verdummung” gerichtet waren. Langfristiges Ziel der Bewegung war die ungeteilte Selbstverwaltung - der Staat wird überflüßig.
 

Mittwoch, 13.12.99 um 18:00 h in der AStA-Sitzecke:

1.Film: Die Reise nach Spanien (Doku, 1997, 44 min.)

Die baskische Stadt Guernica und die südspanische Hafenstadt Almería sind Beispiele, wie die deutsche Luftwaffe und die deutsche Marine durch die Bombardierung unverteidigter Städte die spanischen Faschisten unter General Franco unterstützen. Ohne diese militärische Hilfe in Form von Waffen und Personal, unter dem sich auch Zivilpiloten der deutschen Lufthansa befanden, wäre der Militärputsch gegen die spanische Republik bereits in den Anfängen gescheitert. Eine wichtige Rolle in dieser deutschen Generalprobe für den zweiten Weltkrieg spielte der Fliegerhorst Wunstorf, auf dem eine Beteiligung an der Legion Condor noch heute verschleiert und verleugnet wird.
 

2.Film: Internationale Brigaden (Doku, 1996, 55 min.)

Als 1936 in Spanien das Militär unter General Franco putschte, bildeten sich zur Verteidigung der demokratischen Republik auf dem Land und in den Städten spontane Milizen. Auch aus dem Ausland kamen zahlreiche Freiwillige, die sich zu internationalen Brigaden zusammenschlossen, um die Milizen zu unterstützen. In dem Film berichten Beteiligte aus verschiedenen Ländern, wie sie Ende der dreißiger Jahre in den internationalen Brigaden gegen den Faschismus gekämpft haben.
 

Mittwoch, 12. Januar 00, 18:00 h , AStA-Sitzecke:

Land and Freedom (Spielfilm von Ken Loach)


Dienstag, 18.1.00, 19:30 h, Asta:

Die lange Hoffnung (Doku, 1984, 85 min.)

Ein Filmteam der Medienwerkstatt Freiburg begleitet Clara Thalmann und Augustin Souchy noch einmal durch Spanien. Beide haben im spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der AnarchosyndikalistInnen gegen den Faschismus gekämpft: Clara Thalmann an der Aragon-Front und Augustin Souchy als Auslandsinformant in Barcelona. Clara Thalmann war zuvor in der Schweiz wegen ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Stalin aus der kommunistischen Partei ausgeschlossen worden. In Spanien wurden sie und ihr Mann 1937 von Stalins Geheimpolizei, der GPU, verhaftet und mehrere Monate interniert. August Souchy wurde von den Nazis aus Deutschland vertrieben. Nach Ende des spanischen Bürgerkrieges wurde er zusammen mit anderen Menschen, die für die Republik in Spanien gekämpft haben, im KZ Mauthausen interniert.