Fahrplan gegen den
EU-Gipfel in Kopenhagen

Anreise
Wir empfehlen Euch vor dem Freitag anzureisen. Zentraler Anlaufpunkt zur Aus- bzw. Einreise und zur Koordination von Aktionen bei massenhaften Reisebeschränkungen wird Flensburg sein. AVANTI bietet Reisebusse aus Norddeutschland nach Kopenhagen an. Diese Busse fahren jeweils mittags, am Donnerstag, den 12. und am Freitag, den 13. Dezember 2002. Rückfahrt für alle Busse ist am Samstag, ca. 17 Uhr, ab Kopenhagen. Fragen hierzu bitte an info@kopenhagen2002.de
www.kopenhagen2002.de
www.eu2002.tk


 

Freitag, 13. Dezember 2002

0.00 Uhr
Beginn des Aktionstages mit dezentralen Aktionen überall im Stadtgebiet von Kopenhagen

11.00 Uhr
Massenhafte Aktion des sozialen Ungehorsams am Tagungszentrum, anschließend weitere dezentrale Aktionen im Stadtgebiet. Zum Konzept siehe die Aktionsgrundsätze / Line of Action von Globale Rødder.Konkrete Informationen über Ablauf und Möglichkeiten zur Beteiligung gibt es direkt vor Ort bei verschiedenen Infotreffen.

17.00 Uhr
Demonstration gegen Rassismus und die Festung Europa - Fackelmarsch vom Enghave Plads zum Rådhuspladsen. Die Demo wird organisiert von der Initiative für ein anderes Europa (Initiativet for et andet Europa), auf deren Seite findet sich auch der englischsprachige Aufruf. Es handelt sich um einen Fackelmarsch. In Dänemark gelten Fackelmärsche - anders als in Deutschland - traditionell als antifaschistische Aktions- und Ausdrucksform.

20.00 Uhr
Party und Konzert in Holmen Von Globale Rødder und Strictly Underground

 
Samstag, 14. Dezember 2002

11.00 Uhr
Internationale Demonstration vom Christiansborg Slotplads nach Vesterbro
Die Demo wird organisiert von der Initiative für ein anderes Europa (Initiativet for et andet Europa). Die Demonstration wird in Blöcke aufgeteilt sein, wir mobilisieren zum antikapitalistischen Block, der vom "Nordic network for a different Globalization" organisiert wird. Die Hauptparolen dieses Blocks sind: No Borders - we are one world, Unite - against the EU of capital and war, Smash Fortress Europe - Power to the people. Ein weiterer Block wird z.B. organisiert von der Anarchist Federation. Insgesamt soll es ca. 9 verschiedene Blöcke geben. Auch für diese Demonstration gilt die "Stop Volden" (Stoppt die Gewalt) Erklärung des Verzichts auf Gewalt inklusive des Verzichts auf gewalttätige Gegenwehr bei Polizeiübergriffen! Redebeiträge auf der Auftaktkundgebung werden gehalten von: Oscar Olivera (Bolivien. Coordinadora de Defensa del Agua y de la Vida), Vandana Shiva (Indien), Anton Flink (Schwedische Transportarbeitergewerkschaft), einer VertreterIn von "Bankwatch" (Osteuropa), Pernille Rosenkrantz-Theil (Mitglied des dänischen Parlaments, Enhedslisten/The red-green alliance), Holger K. Nielsen (Mitglied des dänischen Parlaments, Vorsitzender der SF/Socialist Peoples Party), Tobias Pflüger (Informationsstelle Militarisierung, Germany)

13.30 Uhr
Demonstration gegen den Polizeistaat Europa vom Vesterbro Torv
Diese Demo findet im Anschluss an die Internationale Demonstration statt und wird organisiert von der Anarchist Federation. Für diese Aktion gelten keine speziellen Abreden über Aktionsformen. Die Anarchist Federation schreibt zu dieser Demo: "Wir wollen uns am öffentlichen Treffen, das am Sonnabend Nachmittag von "Stop Volden" (Stoppt die Gewalt) organisiert wird, nicht beteiligen. Statt dessen bitten wir darum, dass ihr euch an der Demo gegen den Polizeistaat Europa beteiligt, die von verschiedenen anarchistischen und linken Gruppen in Kopenhagen organisiert wird. Der Grund für unseren Boykott des "Stoppt die Gewalt"-Treffens liegt an der Bereitschaft dieser Organisation, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Durch diese Kooperation haben sie das von den Behörden geschaffene falsche Bild von "guten" und "bösen" Demonstrantinnen unterstützt und verbreitet. Unserer Meinung nach heißt dies, dass "Stop Volden" die Aufmerksamkeit vom Gegengipfel ablenkt und den Behörden dabei hilft, ein falsches Bild der DemonstrantInnen zu zeichnen, indem in den Chor der hysterischen Ignoranten eingestimmt wird, die meinen, dass der wahre Grund für die Polizeigewalt in den Schlagzeilen der Boulevardpresse über "randalierende Schwarzgekleidete anarchistische Hooligans" beschrieben wird. Die Herrschenden haben ein großes Interesse daran, Proteste gegen sie zu erschweren und gefährlichzu machen und genau diese Art Propaganda brauchen sie, um auf ihr Ziel hinzuarbeiten."


13.30 Uhr Volkstreffen (Folkemøde)
Auftaktkundgebung am Enghaveparken. SprecherInnen: Kim Carstensen (Generalsekretær i Verdensnaturfonden), Drude Dahlerup (Junibevægelsen), Hardy Hansen (tidl. Forbundsformand for SiD), Ole Krarup (MEP, Folkebevægelsen mod EU), Ezra Mbogori (MWENGO i Zimbabwe), Magda Stoczkiewicz (Bankwatch i Polen).

14.30 Uhr
Demonstration von Enghaveparken zum Rådhuspladsen

15.15 - 16.30 Uhr
Abschluss mit Musik und Kultur

Auch diese Demo findet im Anschluss an die internationale Demonstration statt und wird organisiert vom NGO Forum Stop Volden (Stoppt die Gewalt). Da diese Demonstration auf gemeinsame politische Aussagen außer der Gewaltfreiheit vollständig verzichtet und mit der Polizei kooperiert, werden die meisten linksradikalen Gruppen nicht an ihr teilnehmen. Zudem wird diese Demo der Ort sein, wo die eher nationalistisch ausrichtete EU-Kritik ihren Platz findet.

 

Sonntag, 15. Dezember 2002

10 bis 19 Uhr Konferenz zum Widerstand gegen Privatisierungen in Europa (Initiativet for et andet Europa)