Hamburg Nr. 1
Zum Auftakt der Aktionswoche vom 28.3. bis zum 4.4, gegen die Räumungen der Wagenplätze Henriette und Wendebecken demonstrierten über 1000 Leute in Hamburg. Die Demo zog von der Henriette durch Eimsbüttel und Schanzenviertel bis zum Neuen Pferdemarkt. Auch nach der Duldung der Henriette für 18 weitere Monate findet die Aktionswoche gegen die geplante Räumung des Platzes statt. Das Wendebecken in Barmbek ist im Herbst immer noch von der Räumung bedroht, die Bambule hat noch keinen neuen Platz und der Mietvertrag der Henriette ist noch nicht unterschrieben.
Hamburg Nr. 2
4835 Polizisten waren am Samstag in Hamburg im Einsatz um den Marsch von ca. 380 Neonazis gegen die Wehrmachtsausstellung zu schützen. An der antifaschistischen Gegendemonstration nahmen um die 2000 Leute teil und mehreren Hundert Menschen gelang es trotz der Polizeiübermacht lautstark an der Route der Neonazis zu protestieren. Auf verschiedensten Wegen gelangten Antifaschisten auf die Insel. Der Pendelservice mit einem Tretboot wurde jedoch schnell von der Polizei unterbunden. In diesem Jahr haben bereits vier bekannte Nazis in Norddeutschland ihre Autos eingebüßt. Vor dem Aufmarsch am 31. Januar der Anwalt Jürgen Rieger (Hamburg-Blankenese, früher Schulungszentrum Hetendorf, Artgemeinschaft und inzwischen Veranstalter der Hess-Aufmärsche in Wunsiedel), Lars Jacobs (aus Rostock in die Nähe von Hamburg gezogen, u.a. Anmelder des Naziaufmarsches in Halbe im Herbst letzten Jahres), Manfred Börn (Lüneburg, sein alter roter Feuerwehrwagen diente schon öfter als Lautsprecherwagen auf Naziaufmärschen). Und in der Nacht nach dem Aufmarsch am Samstag erwischte es den roten Golf von Christian Worch.