Konzert zum 1. Mai in Oldenburg

HipHop-Partisan Netzwerk http://www.hiphop-partisan.net

Das HipHop-Partisan Netzwerk setzt sich aus diversen AktivistInnen zusammen, die sich hier aus unterschiedlichen Beweggründen, sozialen Umfeldern und Regionen zusammenfinden. Uns verbinden HipHop-Kultur und Politik.. Peace & unity!
Angesichts einer HipHop-Szene, in der sich sexistische*, homophobe und nationalistische Tendenzen zunehmend verbreiten, wollen wir eine kritische Kraft aufbauen, durch die eine neue, subversive Bewegung entstehen kann. Ausgrenzendes und diskriminierendes Verhalten, welches in großen Teilen der Gesellschaft alltäglich ist, muss keineswegs im HipHop vorhanden sein. Wir können in unserer Kultur eigene Umgangsformen schaffen.
HipHop - it’s ours!
Da unabhängige Informationen von den führenden Medien nicht verbreitet und teilweise sogar unterdrückt werden, geht es uns auch um die Berichterstattung politischer Ereignisse. Mit HipHop-Partisan mischen wir uns in die herrschenden Verhältnisse ein. Sowohl in künstlerischer Form als auch in direkter Aktion wollen wir auf Missstände aufmerksam machen und die Wurzeln dieser analysieren, um ihnen effektiv entgegenzuwirken. Each one teach one! Natürlich gibt es fortschrittliche Kräfte im HipHop nicht erst seit HipHop-Partisan. Innerhalb des Netzwerkes können diese Kräfte jedoch gebündelt werden - gemeinsam sind wir stärker. Power to the people!

am 16.04. im Alhambra:
Babylon Inferno (Aachen) # Kaos & Tetsuo (HB) #Soliloquy(HB) # Koljah &TaiPhun (D-Dorf)


Film-Veranstaltung zum 1. Mai in Oldenburg

Mate, Ton und Produktion
Argentinien: Zanon - vom Leben in einer besetzten Fabrik

Vor mehr als zwei Jahren hat der Aufstand großer Teile der argentinischen Bevölkerung Schlagzeilen gemacht. Mehrere Präsidenten wurden in wenigen Wochen unter dem Motto „Alle müssen weg“ gestürzt. Mit der Wahl des Peronisten Kirchner scheint die alte Macht wieder Tritt gefasst zu haben. Doch die Spuren des Aufstands sind weiterhin zu sehen. Dazu gehören noch immer 150 Fabriken, die in den Zeiten des Umbruchs von ihren Besitzern verlassen und von der Belegschaft in Eigenregie weiter betrieben wurden. 300 ArbeiterInnen besetzten die Keramikfabrik Zanon/Patagonien. Seit über 2,5 Jahren produzieren sie ihre Fliesen in eigener Verantwortung. Der Kampf um Zanon wurde zum Symbol der neuen sozialen Bewegungen in Argentinien. Der Film zeigt auch, wie sich die Menschen im Kampf verändern. So nahm die Belegschaft Verbindung zu den Mapuche-IndianerInnen auf, die mit den alten Fabrikbesitzern in heftigem Konflikt standen. Es folgte eine Auseinandersetzung, die von der eher banalen Frage der Kachel-Motive bis zur Landschaftszerstörung durch die Ausbeutung der Tonvorkommen auf dem Land der Mapuche reicht.

„Ohne Hierachien zu arbeiten, so horizontal wie möglich. Viele Leute sagen, dass sei unmöglich. Aber
es schien auch unmöglich, eine Fabrik zu besetzen und viele Sachen, die wir hier verwirklichen.“
„Wir müssen die Fabrik verteidigen, weil wir davon leben. Wir haben keine Alternative.“

am Donnerstag, 29.04. um 20 Uhr in der Alhambra-Kneipe