Etwas zum Thema
Veganismus

Einige Menschen lehnen den Verzehr von Fleisch ab. Die Gründe dafür leuchten vielen Menschen ein: Um Fleisch essen zu können, müssen Tiere gezüchtet und gemästet werden, sie verbringen ihr Leben in Gefangenschaft, meist unter grausamen Lebensbedingungen, sie werden oft tagelang unter größten Qualen transportiert, sie erleiden Todesangst und werden schließlich getötet. Viele Menschen, die einmal einen Schlachthof besucht haben, essen hinterher kein Fleisch mehr. Aus diesen Gründen lehnen also viele den Verzehr von Fleisch ab.

Die meisten entscheiden sich dafür, sich ovo-lacto-vegetarisch zu ernähren, das heißt sie konsumieren weiterhin Eier und Milchprodukte ohne sich dabei bewußt zu machen, das sie dadurch zwar nicht direkt Tiere töten, aber immer noch indirekt. Kühe geben nicht „einfach so" Milch; sie werden von ihren Kälbern, für die die Milch bestimmt ist, getrennt. 80% des verkauften Kalbfleisches sind „Nebenprodukt" der Milchproduktion. Kühe aus Massentierhaltung leben unter furchtbaren Umständen, werden künstlich befruchtet, sehen kein Tageslicht und werden, um ihr Leben ertragen zu können, mit Psychopharmaka behandelt. Mechanische Melkmaschinen bewirken oft entzündete Euter; Antibiotika und Desinfektionsmittel landen dabei auch noch in der Milch. Kühe, die nicht mehr genug Milch geben, werden geschlachtet. Auch die sogenannten „Bio-Kühe" Leben in Gefangenschaft; Menschen bestimmen dabei, wie eine „artgerechte" Tierhaltung auszusehen hat. Menschen, die Eier essen, nehmen in Kauf, dass männliche Küken vergast oder zermust werden oder zu Hähnchenfleisch verarbeitet werden. Kranke Hühner werden geschlachtet und auch den „Bio-Hühnern" geht es irgendwann nicht anders.

Tierhaltung ist immer eine Form von HERRschaft, was auch von Menschen, die eigentlich jede Form von HERRschaft ablehnen, verdrängt wird. Es gibt nichts was diese Form von HERRschaft rechtfertigen kann, auch nicht die fragwürdige Moral, dass „das ja schon immer so war."

Eine weitere Form von HERRschaft, die durch den Tierproduktkonsum unterstützt wird, ist die Ausbeutung von Menschen in der sogenanten 3. Welt. Große Teile von Tierfutter (z.B. Soja) werden im Trikont angebaut, wofür die Menschen nur einen Bruchteil des erwirtschafteten Gewinns erhalten. Um Fleisch „produzieren" zu können, muss das 10fache an pflanzlicher Nahrung aufgewendet werden, für Milch und Eier etwa das 5fache wie für eine vegane Ernährung.

Immer noch meinen Menschen, dass der Genuss von Tierprodukten überaus gesund sei. Dabei sollte Mensch sich dann aber doch fragen, woher wir solche Vorstellungen haben. Tag für Tag werden wir mit Werbung erschlagen: Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, die Milch macht`s...

Stets gezeigt werden „glückliche Kühe", die von nostalgisch aussehenden Bauern und Bäuerinnen per Hand gemolken werden. Die Fleischindustie schreckt nicht davor zurück, mit lustigen Comicschweinchen und sprechenden Hühnern zu werben.

Auch die Schulmedizin will uns weismachen, dass der Verzehr von Tierprodukten unverzichtbar sei, vermutlich, weil die Pharmaindustrie an der Massentierhaltung (durch Psychopharmaka) und an kranken Menschen verdient.

Viele Menschen meinen nicht auf Tierprodukte verzichten zu können. Gerade Menschen, die bereits auf Fleich verzichten können sich nicht vorstellen, ihre Ernährung weiter „einzuschränken". Menschen, die sich vegan ernähren, machen jedoch die Erfahrung, dass ihnen nichts fehlt. Veganes Essen ist lecker, abwechslungsreich und gesund.

Die meisten Menschen wollen in ihrem Handeln konsequent sein.

Konsequenz ist gut, wenn sie aber dazu führt, gar nicht erst anzufangen, ist sie meiner Meinung nach falsch. Warum also nicht erstmal WENIGER Tierprodukte konsumieren? Nicht jede Soße muss mit Sahne gekocht werden, Butter lässt sich durch Margarine oder Pflanzenöl ersetzen, Milchprodukte können - wie Mensch an den Rezepten sieht - durch Sojaprodukte „ersetzt" werden (wobei ich mit dem Wort „Ersatz" vorsichtig bin - Sojaprodukte schmecken anders und müssen manchmal anders zubereitet und gewürzt werden - lecker sind sie auf jeden Fall!)

Meiner Meinung nach ist jedes vegane Essen ein Schritt in die richtige Richtung!

Also, nicht vergessen...

Waffeln

100g Margarine

4 Eßl. Zucker

1 Prise Salz

100g Mehl

(schaumig rühren)

1 Teel. Backpulver und 3 Eßl. Kartoffelstärke zugeben.

Mit etwa 150 ccm Sojamilch, 1 Teel. Vanillepulver und 4 Tropfen Bittermandelaroma verrühren.

Im Waffeleisen Waffeln backen.

Jede Woche Donnerstag gibt es veganes Essen im Kaluppe.
Das „Vegan Kochbuch" ist im Infoladen „Metropole" erhältlich.

Text und Rezept aus „Vegan Kochbuch"