..Hausdurchsuchung im Alhambra
Am
18.03.2008 wurde das „autonome Aktions- und Kommunikationszentrum
Alhambra“ in Oldenburg durchsucht. Anlass war ein anonymer Eintrag
in einem Online-Gästebuch des "Alhambra", in dem angeblich
zur Gewalt aufgerufen wurde. Dies solle den Straftatbestand der Aufforderung
zu einem "schweren Landfriedensbruch" erfüllen.
Für
diese Hausdurchsuchung reichte also ein anonymer Gästebucheintrag
auf der Internet-Seite des "Alhambra". Dabei sollte auch den
ermittelnden BeamtInnen klar sein, dass die Internet-Seiten über
einen Internet-Provider ins Netz gestellt werden. Wenn überhaupt
kann nur dieser als einziger darüber Auskunft erteilen, von wem der
fragliche Gästebucheintrag stammt.
Obwohl
keine Zugriffsdaten der Internet-Seite in den Räumlichkeiten des
"Alhambra" gespeichert werden, beschlagnahmten die etwa 20 BeamtInnen
der Polizei sämtliche Computer und einen Server. Während der
Durchsuchungsaktion filmten die BeamtInnen anwesende Personen und Räumlichkeiten.
NutzerInnen wurde der Zutritt zu den Räumlichkeiten verweigert.
Auf
den beschlagnahmten Rechnern werden die BeamtInnen in jedem Fall nicht
die angeblich gesuchten Daten finden. Es ist offensichtlich, dass es sich
bei der Hausdurchsuchung nicht um einen klassischen Ermittlungsvorgang
handelt, sondern um die Schwächung und Durchleuchtung von Kommunikations-
und Informationsstrukturen.
In
der Entwicklung der letzten Jahre in Oldenburg, in der Polizei und Staatsanwaltschaft
vermehrt linke Strukturen durchleuchten und kriminalisieren, ist dies
ein weiterer Angriff auf kontinuierliche linke Arbeit.
Wir
behalten uns sowohl rechtliche wie auch politische Schritte gegen die
Hausdurchsuchung vor und würden uns freuen, Unterstützung zu
erfahren.
Konto
der Oldenburger Rechtshilfe:
Nr. 100-006 154, Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), Bankleitzahl: 28050100
Weitere
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