Subklub-Termine Januar 2010

 

12.1.10 21:00 Uhr Subklub: Menschenhandel

Im Gegensatz zu optimistischen
Interpretationen der Weltgeschichte
ist Sklaverei leider noch lange nicht Geschichte.
Auch wenn sich viele Formen geändert haben, werden auch heute noch
weltweit Menschen unter Zwang ausgebeutet, ihrer
Selbstbestimmung beraubt, in Gefangenschaft gehalten und wie Waren
gehandelt. Auch in den Industrienationen findet dieses Verbrechen statt.
In Europa ist der Handel mit Personen seit dem Zusammenbruch der
Sowjetunion sogar stark angewachsen. Zumeist handelt es sich dabei um
Frauen und Mädchen. Auch in dem Feld der Ausbeutung der Arbeitskraft ist
davon auszugehen, dass dies in Europa in der Mehrzahl Frauen betrifft, die
vor allem im informellen Sektor, z.B. als Haushaltshilfe ausgebeutet
werden.

Anna Hollendung, ehemalige FemReferentin, hat sich im Zusammenhang mit
ihrer Magisterarbeit intensiv mit dem heutigen Menschenhandel
auseinandergesetzt und drängt danach, die hier gesammelten (Er-)Kenntnisse
weiterzugeben.
Sie will mit Euch überlegen, was diesem Verbrechen ent-gegengesetzt werden
kann,
wie der Missbrauch für andere politische
Interessen (Verschärfungen der Einwanderungspolitik, etc.) vermieden und
die Rechte der Betroffenen konsequent eingefordert werden können.

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Di. 19.1. 20:30 Uhr Subklub: Kopenhagen - Und das war's?
Perspektiven linker Klimapolitik

Der Klimawandel ist kein apokalyptisches Zukunftsszenario – im Gegenteil:
Er ist bereits in vollem Gange, insbesondere in den ohnehin armen, d.h.
zur Peripherie degradierten Regionen des Globus. Die für den
Kopenhagen-Prozess als zentrale Wegmarke ausgegebene Begrenzung der
Erderwärmung um zwei Grad ist mit anderen Worten als Ausdruck weltweiter
Macht- und Ausbeutungsverhältnisse zu kritisieren. Denn vorausgesetzt wird
zum einen, dass 500 Millionen zusätzlich Hungernde oder 200 Millionen
Klimaflüchtlinge extra (um nur zwei Beispiele zu nennen) ‘irgendwie’ noch
akzeptabel seien, zum anderen, dass die reichen Industrieländer ihre
(Wohlstands-)Emissionen auf die Schnelle nicht drosseln könnten. Aber auch
linke Klimapolitik ist vielerorts auf dem Holzweg: Im Mittelpunkt steht
die Auseinandersetzungen mit den falschen Lösungen herrschender
Klimapolitik (etwa dem CO2-Emissionshandel), nicht jedoch die konkrete
Analyse jener Bereiche, in denen Treibhausgase entstehen – ob in der
industriellen Landwirtschaft, auf den Straßen oder im Zuge
kapitalistischer Überproduktion bzw. -konsumtion. In der Veranstaltung
soll in einem ersten Schritt den Ursachen linker, klimapolitischer
Verzagtheiten auf den Grund gegangen werden. In diesem Zusammenhang wird
insbesondere der Verlust internationalistischer bzw. globaler
Solidaritätsperspektiven seit Beginn der 1990er Jahre eine wichtige Rolle
spielen. In einem zweiten Schritt werden dann – ausgehend von Kopenhagen –
Eckpunkte linker Klimapolitik zur Debatte gestellt, insbesondere unter
Berücksichtigung davon, was globale Gerechtigkeit praktisch heißt bzw.
heißen sollte.

Input & Debatte mit Franzis Binder und Olaf Bernau (NoLager
Bremen/Klimaplenum Bremen)

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Fr.22. 21:00 Uhr Subklub + Hempels on Tour: Feuerzangenbowle

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Di. 26.1. 20:30 Uhr Subklub: Kontrollverluste
Interventionen gegen Überwachung, Buchvorstellung und Diskussion mit Peter
Ullrich (Leipziger Kamera) und Andrej Holm (Stadtsoziologe)